971: MÜLLER, A.,

Ouvertüre aus dem Zauberspiel: Asträa, die Geisterfürstin. Componirt und für das Piano-Forte eingerichtet. Wien, Diabelli, o. J. (Plattennr. 2910, 1828). Qu.-4º. 11 S. (Titel [in der Paginierung] und Notentext, alles gestochen). Lose Lagen, ohne Einband. (78)
Schätzpreis: 300,- €
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Einziges bekanntes Exemplar, keine Nachweise über den KVK und RISM. – Die Ouvertüre zu einem der frühesten Werke von Adolf Müller (1801-1886), der bedeutend für das Wiener Musiktheater gewesen ist und unter anderem die Musik zu vielen Nestroy-Stücken geliefert hat. Das im Dezember 1827 uraufgeführte "Zauberspiel mit Gesang" Asträa ist eine seiner frühesten Bühnenmusiken und gehört zur Gattung der "Zauberstücke", die im Wien der Biedermeierzeit eine letzte Blütezeit erlebte (siehe Wurzbach XIX, 330, und Goedeke XI/2, 124, 197). – Die unterhaltsame Ouvertüre, vom Komponisten selbst als Klavierauszug eingerichtet, steht deutlich unter dem Einfluß des in Wien in dieser Zeit höchst populären Rossini. – Titel mit alter Numerierung an der rechten unteren Ecke, unbeschnittene Ränder mit leichten Knickspuren, gering fleckig und gebräunt.