962: SPRECHENDES BILDERBUCH – DAS SPRECHENDE BILDERBUCH, mit naturgetreuen Menschen- und Tierstimmen.

16. Aufl. (Sonneberg, Brand, um 1905). Mit 8 ganzseit. chromolithogr. Illustr. 10 Bl. Illustr. OLwd. mit integriertem Holzkasten mit Schnitzereien an den Seiten und 9 Zugleinen mit Griffen aus Bein (Kapitale etw. beschäd., berieben und bestoßen). (179)
Schätzpreis: 500,- €
Ergebnis: 750,- €


Vgl. Schug 2060 (15. Aufl., um 1904). – Sprechendes Bilderbuch mit allen Teilen im Originalzustand. Am 30. Dezember 1879 erhielt Theodor Brand, Buchhändler im thüringischen Sonneberg, ein Patent für seine Erfindung. Die Tierlaute werden mittels Luftbälgen erzeugt, die, mit Ziehschnüren betätigt, Metallzungen zum Schwingen bringen. Erstmals erschien 1880 im Verlag von Brands Sonneberger Buchhandlung ein solches sprechendes Bilderbuch. "Nach heutigem Kenntnisstand wurden sprechende Bilderbücher ausschließlich in Sonneberg (Theodor Brand und Fritz Vogel) und von den Judenbachern Friedrich und Albin Matthäi und August Fischer hergestellt" (Sonneberger Spielzeug – made in Judenbach, Münster 2010, S. 81). Die Bücher wurden in Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch herausgegeben und weltweit durch Spielzeughändler vertrieben. Die nicht ganz naturgetreuen Töne entsprechen Hahn, Esel, Lamm, Vöglein, Kuh, Kuckuck und Ziege, außerdem gibt es Hupgeräusche für Vater und Mutter. – Buchblock gelockert, wenige Bl. am Falz eingerissen, stärker gebräunt und etw. fleckig.