91: ARP, PH.,

Kabarettist (1929-1987). Ca. 30 e. Briefe mit e. U. (zus. ca. 100 S.) sowie einige Postkarten und Zeichnungen. Meist München, 1953-55. Meist Fol. (165)
Schätzpreis: 300,- €


Im Münchner Stadtteil Au aufgewachsen, wurde Hermann Fischer unter seinem Künstlernamen Philip Arp besonders mit seinen "Valentinaden" bekannt. Karl Valentin hätte den Mitbegründer des Münchner "Theaters am Sozialamt" vielleicht eine "kleine Größe" der Münchner Kleinkunstszene nennen können.

Unsere Liebesbriefe zeigen den jungen Künstler in seiner Verliebtheit in ein Mädchen, das er Ottl oder auch Cecil nennt, während er selbst anstatt mit Hermann oft mit Armand unterzeichnet. Dabei verwendet er viele poetische Bilder, etwa "ich bin doch ein Gänseblümchen und du bist eine Herbstzeitlose" oder "die feinen Glassplitter in meinem Herz". Er schreibt aber auch über seinen Weg heraus aus der "Vorstadtgassenbubenbande" und die eigenen Bestrebungen als Autor und Schauspieler, der gerade das "Seminar für Ausdrucksschulung" besucht und Marcel Marceau gerne eigene Pantomimen vorspielen würde. – Leichte Altersspuren.