91: AGNES, Herzogin von Sachsen-Altenburg (1824-1897).

E. Brief mit U. Dat. Altenburg, 24. 4.71. 7 1/2 S. – Auf Briefpapier mit gedrucktem Monogramm. – 2 Doppelblätter. (108)
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An den Vater Leopold IV. Friedrich, Herzog von Anhalt-Dessau (1794-1871). – Ausführliches Schreiben, etwa mit Nachrichten zum Gemahl Ernst von Sachsen-Altenburg, dessen Zahnschmerzen "nun längst vergessen" sind und der zur Auerhahnbalz in Eisenburg weilte, "wo die guten Bürger der kleinen, sehr treu gestimmten Stadt ihn glänzend als Kriegshelden empfangen haben". Ferner berichtet Agnes über Theater- und Opernaufführungen, erwähnt eine Pockenepidemie in Anhalt ebenso wie ihre Vorliebe für flüssigen Honig, "wie man ihn gewöhnlich in den Hotels in der Schweitz bekommt. Sollte er da nicht besser munden". Der Vater schrieb daneben in Bleistift "nein!". – Ebenfalls in Bleistift findet sich am Briefkopf das Datum des Antwortbriefes vermerkt: "30ten geschr." – Bald darauf, am 22. Mai 1871, verstarb der Herzog von Anhalt-Dessau. – Gefaltet, gering fleckig. – Beiliegt ein Briefumschlag mit Lacksiegel, von anderer Hand adressiert an Prinzessin Friedrich Carl von Preußen [= Maria Anna von Anhalt-Dessau; 1837-1906], die Schwester von Agnes.