90: ADELSPROBEN – LEYEN – "Stammbuch zur Adelsprobe"

(hs. Rückentitel). Adelsprobe der Familie Von der Leyen. Deutsche Handschrift auf Papier, eingetragen in Stammbaum- und Wappenvordrucke (jeweils ganzseit. Kupferstiche). Deutschland, 2. Hälfte des 17. Jhdts. Gr.-Fol. (41,5 x 32 cm). 111 Bl., alle einseitig mit Kupferstichen bedruckt (und 127 weiße). Pgt. d. Zt., auf dem Vorderdeckel das goldgepr. Wappen der Familie von der Leyen als Supralibros; Schließbänder fehlen, Goldpr. oxydiert, stärker fleckig und leicht aufgebogen. (44)
Schätzpreis: 1.500,- €
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Ergebnis: 750,- €


Eine Adelsprobe des bekannten, im Mannesstamm 1971 erloschenen Adelsgeschlechts, in der Form von ausgefüllten, jeweils identischen Stammbaumformularen. Alle Kupfertafeln zeigen ein leeres Wappenschild und darüber einen bis in die vierte Generation zurückreichenden Stammbaum. In 93 dieser Formulare wurden handschriftliche Eintragungen vorgenommen, Wappen dagegen nicht eingemalt. Die ausgefüllten Stammbäume beziehen sich auf Geschlechter, die mit dem pfälzischen Grafen- und Fürstenhaus Von der Leyen verwandt sind, darunter die Familien von Bongart, Brambach, Cronberg (darunter Simon von Cronberg, 1480-1540, Domscholaster in Mainz), Dalberg, Daun, Eberstein, Eltz, Fleckenstein und Koppenstein. Aus dem Hause Von der Leyen selbst sind mehrere Mitglieder mit ihren unmittelbaren Vorfahren eingetragen, darunter Damian Hartard (1624-1678), Erzbischof und Kurfürst von Mainz und Bischof von Worms, und Heinrich Ferdinand (1639-1714), Dompropst in Mainz und Chorbischof in Trier. Auf den zwischengebundenen leeren Blättern finden sich weitere handschriftliche Einträge. – Leicht fleckig, geringe Gebrauchsspuren. – Beiliegen zwei Blätter mit zusätzlichen genealogischen Notizen.