874: NÜCKEL – FREY, A. M.,

Solneman, der Unsichtbare. München, Delphin-Vlg., (1914). Mit Titelholzschnitt und 13 ganzseit. Holzschnitten von Otto Nückel (in der Paginierung). 193 S., 1 Bl. (Anzeigen). Illustr. OPp. (berieben und etw. bestoßen) mit illustr. Schutzumschlag (aufgezogen). (180)
Schätzpreis: 300,- €
Ergebnis: 150,- €


Erste Ausgabe. – Lang 251. Jentsch 20: "In der Literatur finden sich über den Schriftsteller Alexander Moritz Frey und über den Zeichner und Graphiker Otto Nückel kaum ausführlichere Angaben oder Würdigungen. Otto Nückel wandte sich nach einem anfänglichen Medizinstudium der Malerei zu und besuchte 1910-1912 die Knirrschule in München. Er beschickte die Zeitschrift ‘Simplizissimus’ mit Zeichnungen und stellte als Mitglied der Münchner Sezession und Neuen Sezession auf ihren Ausstellungen aus. Seine Vorliebe zur Karikatur und zu romantisch-phantastischen Szenerien machte ihn zum idealen Illustrator der grotesk-bizarren Erzählung ‘Solneman’ von Alexander Moritz Frey. Frey, der in Heidelberg, Freiburg und München Jura und Philosophie studiert hatte, zeigt ebenfalls in seinen Romanen und Erzählungen eine starke Neigung zum Skurrilen und Phantastischen, zum Märchenhaften und Grotesken, aber auch eine ausgeprägte Neigung zur sozialen und politischen Satire und zur Parodie des selbstgefälligen Spießbürgertums." – "Solneman" ist im übrigen ein Palindrom für "Namenlos". – Leicht fleckig.