814: LAURENTIUS VON SCHNÜFFIS (d. i. J. MARTIN),

Mirantisches Flötlein. Oder geistliche Schäfferey. Konstanz, Hautt für Mantelin in Lauffenburg, 1682. Mit gestoch. Frontisp., 30 Kupfertafeln von M. Küsel nach J. G. Glyckher und einigen typographischen Musiknoten im Text. 8 Bl., 315 S., 1 Bl. Mod. Pp. (125)
Schätzpreis: 600,- €
Ergebnis: 420,- €


Einer von mehreren Drucken im Jahr der ersten Ausgabe. – Dünnhaupt 4.1. FdF 1067. VD 17 23:247531K (Frontispiz mit Bildunterschrift). – Vgl. VD 17 384:717595E (abweichendes Frontispiz). – Hauptwerk des Johannes Martin, genannt Laurentius von Schnüffis (1633-1702), für das er von Kaiser Leopold I. die Dichterkrone erhalten hat. Der Kapuzinerpater und frühere Innsbrucker Hofschauspieler verbindet in dieser der Erbauung dienenden Verserzählung antike Mythologie mit christlichen Lehrinhalten. Teile des Textes wurden vom Verfasser selbst vertont. "Mindestens so bedeutsam wie die Dichtungen sind die Vertonungen dieser Lieder" (Seebaß 580). – Die im Frontispiz für die Bildunterschrift vorgesehene Zeile mit entferntem Tekturstreifen. – Spiegel mit hs. Eintrag, die Tafel zu Psalm 40,9 fragmentarisch erhalten, das Frontispiz und 6 Tafeln sowie einzelne Textseiten mit angeränderten Ausrissen (mehrfach größerer Bild- und Textverlust); stellenw. wasserrandig, etw. gebräunt, fleckig. – Aus der Bibliothek des Heimatpflegers Hans Roth (1938-2016).