791: ERDBEBEN VON LISSABON 1755 – GOTT AUS DEM LICHTE DER NATUR, bey Gelegenheit so vieler erschröcklicher Erd-Erschütterungen,

die unsere Zeiten zu einem betrübten Denkmahle machen, zur Befestigung des Glaubens und Erweckung der Busse, sich selbst und andern die es lesen wollen vorgestellt. Goldberg, Scharff, (1755). 4º. 20 S. Mod. Heftstreifen. (121)
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Unbekannter Druck, weder bibliographisch noch in öffentlichen Bibliotheken von uns nachweisbar. – Das Chronogramm für das Jahr 1755, das wohl als Druckjahr anzunehmen ist, findet sich in dem Spruch mit dem Beginn "Deus iustus et terribilis irascitur orbi iniusto!" auf Seite 15. Der anonyme Verfasser B. L. v(on) C. ist auf dem Titel bezeichnet als "Equ(es) Sil(esiacus)", also schlesischer Adeliger. Der Verlagsort Goldberg ist das heutige Zlotoryja in Niederschlesien. – Enthalten sind Verse über Erdbeben und damit im Zusammenhang über die Nichtigkeit und Eitelkeit der Welt, insbesondere in bezug auf das große Erdbeben in Lissabon 1755: "O grosses Lissabon! Du schöne und reiche Stadt! / Du Schmuck der Königin, die sich Europa nennet! / Wo ist dein göldner Schein, den man bewundert hat?" (S. 17). – Gering gebräunt, minimal fleckig.