720: (PEZZL, J.),

Marokkanische Briefe. Aus dem Arabischen. Frankfurt und Leipzig (= Wien, Kraus), 1785. Mit gestoch. Titelvign. 232 S. Hldr. d. Zt. (Rücken defekt). (129)
Schätzpreis: 120,- €
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Ergebnis: 180,- €


Gugitz im Jb. der Grillparzer-Gesellschaft 16 (1906), 188. – Vgl. Goed. V, 506, 7, 2 ("Maccaronische Briefe"). Holzmann/Bohatta I, 7958 (jeweils mit der EA von 1784). – Nachdruck der erstmals 1784 erschienenen fiktiven Briefe, die einem Mitglied der im Jahre 1783 in Wien weilenden marokkanischen Gesandtschaft in den Mund gelegt werden. Sie sind nach dem Vorbild von Montesquieus "Lettres persanes" gestaltet, spielen alle Motive der Aufklärung durch und enden in einer bewegenden Apotheose des Schriftstellers: "Die Schriftsteller sind die Sachwalter der niedergekämpften Vernunft, der gekränkten Menschheit, der unterdrükten Unschuld, der entrissenen Freiheit. Sie bringen die Faustschläge der Tyrannei … vor das Tribunal der Welt. Ihnen haben es die Menschen zu verdanken, daß sie Menschen sind." – Titel mit Besitzvermerk, etw. fleckig.