72: ALBUM AMICORUM – FREUNDSCHAFTSALBUM der Gräfin Leontine Königsmarck-Wittgenstein.

Mit Hunderten von Einträgen aus Deutschland, England, Frankreich, Italien und anderen Ländern, meist von Angehörigen des Hochadels und von anderen bedeutenden Persönlichkeiten aus der Politik, aus der Wissenschaft, des Militärs und aus Kunst und Literatur. Dat. 1882 (Besitzeintrag, die Freundschaftseinträge von ca. 1880-1924). 18,5 x 12,8 cm. Mit 6 mont. Photographien, 22 (17 mont., 14 ganzseit.) Aquarellen (davon eines lose beiliegend), 2 Wappenminiaturen, 11 (3 aquarellierten, 3 mont., 6 ganzseit.) Federzeichnungen, 6 (4 ganzseit.) Bleistiftzeichnungen (davon eine mont.), Radierung, 2 mont. Speisekarten, faksimiliertem Pergamentbl. und mont. Gedächtnisblatt. 164 Bl. (und einige weiße) unter Verwendung eines gedruckten Kalendariums mit Durchschuß. Blaugrünes Maroquin d. Zt. mit dezenter Vg., Supralibros aus vg. Metall mit dem ligierten Monogramm der Besitzerin unter Grafenkrone sowie Seidenvorsätzen (Hinterdeckel am Kopf mit kleiner Kerbe, gering berieben). (187)
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Leontine von Königsmarck-Wittgenstein, geborene Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (1843-1924), war die erste Gattin von Carl Hans Konstantin Graf von Königsmarck (1839-1910), Gutsbesitzer und Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes, ein Sohn des preußischen Gesandten in Konstantinopel und auch dort geboren wurde. Mit ihrem Ehemann, den sie 1864 geheiratet hatte, residierte Leontine auf Schloß Plaue an der Havel, das Theodor Fontane im fünften Kapitel seiner "Fünf Schlösser" beschrieben hat (erschienen in Berlin 1889). Fontane erwähnt dort auch den "gegenwärtigen Besitzer" und dessen Gattin Leontine. Das Äußere von Schloß Plaue ist auf mehreren der in das Album eingeklebten Photographien zu sehen. In Bayern hielt sich das Paar über längere Zeit auf, insbesondere in München und Rottach-Egern, in England von 1872-1884. Ausgedehnte Reisen führten beide zudem durch ganz Europa und in den Orient, weshalb an einigen Stellen auch Einträge in arabischer Schrift vorkommen. Die Ehe wurde um das Jahr 1900 geschieden. Die in München geborene Leontine war Ehrendame des bayerischen Theresien-Ordens und verfügte über enge Beziehungen zum bayerischen Adel und zum Haus Wittelsbach, von dem sich zahlreiche Mitglieder in das Album eingetragen haben.

Das vorzüglich erhaltene Album wurde wohl um 1880 angelegt, unter Verwendung eines vorgedruckten Kalenderformulars zur Eintragung von Gedenktagen für jeden Tag des Jahres. Es war bis zum Tod der Eignerin, dem 10. Dezember 1924, in Gebrauch und wurde offenkundig von ihr ständig mitgeführt. Die Fülle der in den fast viereinhalb Jahrzehnten gesammelten Eintragungen ist schlicht überwältigend. Der europäische Adel ist mit Hunderten von Personen vertreten, darunter zahlreiche Angehörige des deutschen, französischen und englischen Hochadels sowie eine Reihe von Mitgliedern der damaligen herrschenden Häuser, angefangen mit den drei Kaisern des deutschen Reichs über mehrere deutsche Königs- und regierende Fürstenfamilien, führende Politiker, Militärs und Diplomaten, Vertreter des alten Adels in Frankreich und Italien bis zu vielen der traditionsreichen englischen Geschlechter. Dazu kommen die Einträge prominenter Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft und Kunst, zum Teil mit größeren Beiträgen, Zeichnungen, Miniaturen und Notenzitaten. Während die Kurzeinträge in der Regel nur aus der Signatur bestehen, manchmal mit zugefügter Widmung, und gewöhnlich an der jeweiligen Stelle des Geburtstags mit gelegentlich vermerktem Geburtsdatum in den Kalender eingetragen wurden, finden sich die längeren Einträge fast alle auf Blanco-Durchschußblättern. Einige Einträge, vor allem jene aus England, wurden auch mit der Angabe des Ereignisses versehen, also diverser Partys und von Festen an bestimmten Orten. Solche Anlässe waren auch große Festbankette und Diners, einzelne davon im Orient, wohl in Istanbul; von diesen sind zwei Menükarten in das Album montiert worden, auf denen auch die teilnehmenden Gäste aufgeführt sind.

Der kulturhistorisch wohl bedeutendste Beitrag dieses Freundschaftsbuchs stammt von dem großen Afrikaforscher Henry Morton Stanley (1841-1904), ein ganzseitiger Eintrag mit einem von eigener Hand exakt mit der Feder ausgeführten Umriß des afrikanischen Kontinents unter Einzeichnung des Flusses Kongo und der Seen des Kongobeckens sowie der Insel Sansibar, von der die Reiseroute ausgeht, darunter die Worte: "My Journeys in Africa, an(d) illustrated by the above Lakes & River. 1872. 1874. 75. 76. 77. 1879. 80. 81. 82. 83. 84. " mit voller Unterschrift Stanleys sowie der Datierung Berlin, 4. 2. 1885. Zu dieser Zeit hat Stanley an der Kongokonferenz teilgenommen, die vom 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 auf Einladung Bismarcks in Berlin stattgefunden hat. Stanley war dort als technischer Berater der amerikanischen Delegation tätig. Auf der Seite gegenüber findet sich eine weitere Signatur von Stanley, zudem der Eintrag von Thomas Heazle Parke (1857-1893), einem führenden Teilnehmer der berühmten, von Stanley geleiteten "Emin Pasha Relief Expedition" von 1886 bis 1889; Parke gibt hier auch seinen Namen auf Suaheli an, "Bwana Oretari".

Von der Hand Franz von Lenbachs dürfte eine wohl italienische, von einer erhöhten Terrasse aus gesehene Küstenlandschaft stammen, ein Aquarell auf Karton. Es ist zwar nicht signiert und datiert, doch hat Lenbach gegenüber einen Eintrag in Form einer Malerpalette mit der Signatur "Franz Lenbach, Mitarbeiter am Verfall der Kunst" gemacht, darüber sein Geburtsdatum eingetragen, den 13. 12. 1836. Hier ist in die Drei zusätzlich eine Acht einbeschrieben, so daß die Datierung 1886 gelesen werden kann. In dieser Zeit wirkte Lenbach in Rom. Ein 1899 datiertes ganzseitiges Porträt, das unverkennbar Lenbach als Brustbild zeigt, findet sich an anderer Stelle des Albums. Die Bleistiftzeichnung ist ein Werk des Malers Rudolph Goldschmidt-Rothschild (1881-1962).

Ein besonders feines und qualitätvolles, nur 10,7 x 6,1 cm großes Aquarell mit einer Venedig-Vedute, die eine Brücke über einen Kanal bei einem gotischen Palast mit einem Campanile im Hintergrund zeigt, wohl demjenigen von Santo Stefano, trägt die Signatur des österreichisch-ungarischen Malers Károly Ferenczy (1862-1917). Es dürfte sich um ein Frühwerk des bekannten Impressionisten handeln, entstanden wohl während dessen Studien- und Reisejahren in Italien. In das Album geklebt wurde es von Fürst Ludwig zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (1831-1912), dem Senior des Fürstlichen und Gräflichen Gesamthauses Sayn und Wittgenstein. Sein Eintrag unterhalb der Miniatur in französischer Sprache datiert aus dem Jahr 1888. Eine weitere Aquarellminiatur, die ebenfalls einen venezianischen Kanal mit Gondel zeigt, stammt von dem in Venedig tätigen österreichischen Maler Ludwig Johann Passini (1832-1903), signiert und datiert 1901. Mit einer hübschen aquarellierten Federzeichnung eines eleganten Paars beim Tanzen in Abendrobe hat sich Emil von Kleydorff (1874-1949) eingetragen, der jüngste Sohn des Prinzen Emil zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, der unter dem Pseudonym Franz Egenieff ein erfolgreicher Opernsänger gewesen ist (Rottach-Egern, 23. 9. 1897). Ein Aquarell mit einer reizvollen Ansicht des Taj Mahal zeigt die Frontseite des Grabmals noch mit den später von den Briten beseitigten Wäldern im Vordergrund, signiert "G. Seckendorff" und datiert 22. Februar, wohl 1885. Der britische Diplomat Edward Baldwin Malet (1837-1908), Botschafter Großbritanniens in Berlin, davor britischer Generalkonsul in Ägypten, hat ein hübsches karikaturhaftes Aquarell mit einer orientalischen Genreszene "On the Bosphorus" in das Album montiert. Ein weiteres Aquarell mit einer kleinen südlichen Landschaft stammt von dem Grafen Maximilian von Drechsel, der auf der Seite gegenüber einen Eintrag mit Widmungsgedicht gemacht hat. Eine kleine Bleistiftzeichnung zeigt die HMS Boscawen, ein Segelschiff der Royal Navy.

In Morseschrift ist ein achtzeiliger Text mit "wireless greetings" und Widmung an die Eignerin in englischer Sprache abgefaßt, ein eigenhändiger Eintrag mit Unterschrift von dem italienischen Radiopionier Guglielmo Marconi (1874-1937), datiert 11. Juli 1910. Der Erfinder des ersten Torpedos mit Eigenantrieb, Robert Whitehead (1823-1905), hat sich anläßlich einer Party im Leweston House, Sherborne, am 20. 12. 1894 eingeschrieben und dazu eine kleine Schemazeichnung eines Torpedos eingeklebt (2,7 x 12,2 cm, monogrammiert "R. W. " und datiert 21. 12. 1894). In dem halbseitigen Eintrag skizziert er auch seinen Werdegang als Erfinder dieser Waffe: "Began the study of the Fish Torpedo in 1864. First successful trial made in 1867".

Mit dem Shakespeare-Zitat "We are such stuff as dreams are made of, and our little life is rounded with a sleep" haben sich der bekannte Nervenarzt, Begründer der modernen Neurologie und Lehrer von Sigmund Freud, Jean-Martin Charcot (1825-1893), und sein Sohn, der nicht minder berühmte Polarforscher Jean-Baptiste Charcot (1867-1936, unterzeichnet "Johannes Charcot"), am 9. Februar 1890 eingeschrieben.

Der französische Romancier und Dichter Paul Bourget (1852-1935) hat sich mit einem seiner berühmtesten Gedichte in das Freundschaftsalbum eingetragen: "Beau soir", entstanden um 1877/78, allerdings mit verändertem Anfang: "Quand au soleil couchant les rivières … " (statt "Lorsque … "). Der Eintrag ist undatiert, stammt aber wohl wie die umgebenden Beiträge aus dem Jahrzehnt zwischen 1881 und 1891. Im Kalender hat Bourget eine weitere Signatur hinterlassen am Tag seines Geburtstags, dem 2. September. Auf zwei gegenüberliegenden Seiten hat der Schriftsteller Vicomte René Vigier (1859-1931) links das berühmte Gedicht "Prière" von Sully Prudhomme, rechts ein eigenes fünfstrophiges Widmungsgedicht an die Eignerin eingeschrieben, datiert Kissingen, 12. Juli 1883. Der Beitrag des Münchener Literaten Franz von Kobell (1803-1882) besteht in einem halbseitigen eigenhändigen, signierten Gedicht, "Ein schönes Mägdlein ist ein Magnet", aus dem 35. Kapitel seines 1859 erschienenen Werks "Wildanger". "Es ist kein Pfad der Welt so steil … " lautet der Anfang eines einstrophigen Widmungsgedichts, das der bayerische Dichter Karl Stieler (1842-1885) im September 1883 in das Album geschrieben hat. Ein sogar dreiseitiges eigenhändiges Widmungsgedicht mit Unterschrift stammt von der Dichterin Marie Gräfin Wedel (Marie Witilo, 1855-1913): "Grad zwischen Berlin und dem Ende der Welt", und auf dem Blatt mit dem kalendarischen Vordruck des Geburtstags der Eignerin (3. Juni) hat sich der Graf Karl von Szapáry, der ebenfalls an diesem Tag Geburtstag hatte, mit einem dreistrophigen Widmungsgedicht eingetragen.

Eduard Lassen (1830-1904), langjähriger Generalmusikdirektor in Weimar, ist mit einem viertaktigen Notenzitat "Der fremde Mann" vertreten, datiert Weimar, 20. 3. 1889. Von der Sängerin und Komponistin Charlotte von Bülow (1817-1908) findet sich ein zweitaktiges Notenzitat, überschrieben "An Leontine", datiert 1885. Die Baronesse und Philanthropin Elizabeth Herbert (1822-1911) hat einen ganzseitigen Eintrag beigesteuert, datiert 24. 2. 1894.

Unter der großen Menge der mit einfacher Signatur vertretenen Persönlichkeiten sind ebenfalls einige von herausragender Bedeutung:

Die Signatur von Henrik Ibsen auf einem Kärtchen findet sich auf einer mit "Weimarer Fasching 1889" überschriebenen Seite, unter dem Billett das Datum 13. März 1889. Einen Monat zuvor, am 12. Februar 1889, war am Hoftheater in Weimar Ibsens Drama "Die Frau vom Meer" uraufgeführt worden. Ibsen befand sich nachweislich Mitte März noch in Weimar, er hat sich am selben Tag, dem 13. März, in das Gästebuch des Goethe-Nationalmuseums eingetragen. Unter seinem Billett hat ein anderer Einträger etwas spöttisch über die weibliche Hauptrolle des Dramas vermerkt: "Ellida liebt das Wasser sehr, drum heißt sie auch die ‘Frau vom Meer’ ".

Der Maler Adolph von Menzel hat sich ganzseitig am 6. 10. 1885 eingetragen, der spätere Papst Pius XII. (Eugenio Pacelli; 1876-1958) als Apostolischer Nuntius in München in feiner Schrift am 9. 10. 1924. Undatiert sind die Signaturen der britischen Schriftstellerin Florence Henniker (1855-1923), des Historikers Leone Caetani (1869-1935), der dänischen Philologin und Frauenrechtlerin Ida Falbe-Hansen (1849-1922) und des deutschen Malers Carl Suhrlandt (1828-1919) sowie vieler anderer bekannter Persönlichkeiten, die hier nicht aufgezählt werden können.

Das Gros der Einträge könnte man als ein Who’s who des deutschen und europäischen Adels im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert bezeichnen. Es finden sich die deutschen Kaiser Wilhelm I. (1886), Wilhelm II. (15. 10. 1890) und Friedrich III. (Friedrich Wilhelm von Preußen, 1831-1888), weiterhin die Herzogin Charlotte von Sachsen-Meiningen, geborene Prinzessin von Preußen (1860-1919), der Graf von Moltke (1800-1891) und Otto von Bismarck mit Gattin Johanna, Erzherzogin Margarethe von Österreich, Fürstin von Thurn und Taxis (1870-1955) sowie ihr Ehemann Albert von Thurn und Taxis (1867-1952), Marie von Sachsen-Altenburg (1818-1907), die letzte Königin von Hannover, Pauline von Sachsen-Weimar-Eisenach (1852-1904), Prinzessin Amalie von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin in Bayern (1848-1894), Anastasia Michailowna Romanowa (1860-1922), Großherzogin von Mecklenburg, die Großfürstin Marija Alexandrowna von Rußland (1853-1920), Prinzessin von Großbritannien und Irland sowie Herzogin von Sachsen-Coburg und Gotha (Eintrag als "Duchesse d’Edinbourg", London 1886), Marie Amalie von Baden, Duchess of Hamilton (1817-1888), Prinzessin Hilda von Nassau, die letzte Großherzogin von Baden (1864-1952), weiterhin einige Angehörige der Familien von Sachsen-Coburg (darunter Louise von Sachsen-Coburg, Prinzessin von Belgien), der Herzöge von und in Bayern (darunter: Sophie, Herzogin in Bayern, Elisabeth von Bayern, Franz Joseph und Luitpold, Herzöge in Bayern, Maria Josepha von Portugal, Herzogin in Bayern, Adelgunde von Bayern), die Großherzogin von Mecklenburg, Anastasia, Prinz George, Duke of Cambridge (1819-1904), Ferdinand d’Orléans, Duc d’Alençon (1844-1910), Marie Antoinette Comtesse de Caserta (1851-1938), Sir Henry Augustus Smyth (1825-1906), Generalgouverneur von Malta, der österreichisch-ungarische Diplomat Alexander Graf von Hoyos (1876-1937), Mehmet Serif Pascha (1865-1951), "chef de suite militaire du Haute commissaire en Egypte", die britischen Diplomaten Sir William Seeds (1882-1973) mit Gattin Arabella (1883-1979), Edward Baldwin Malet (1837-1908), Sir Reginald Lister (1865-1912) und Ralph Spencer Paget (1864-1940), Botschafter in Brasilien, der russische Botschafter Peter von Kapnist (1839-1904), die französischen Diplomaten und Politiker Jules Gabriel Herbette (1839 1901) und Émile Dard (1871-1947), der Reichstagsabgeordnete Reinhard Graf von Neipperg (1856-1919, Eintrag während einer Reichstagssitzung, 21. Februar 1885), der österreichisch-ungarische Politiker Leopold Graf Berchtold (1863-1942), John Joseph Grimes (1887-1915), Bischof von Christchurch, und der britische Politiker Walter Runciman, Viscount Runciman of Doxford (1870-1949) – um nur einige zu nennen. Selbstverständlich sind die Geschlechter derer zu Sayn Wittgenstein, Sayn Wittgenstein-Berleburg, Sayn-Wittgenstein-Sayn und Königsmarck mit zahlreichen ihrer Angehörigen vertreten.

Von den vielen weiteren Adels- und Hochadelsfamilien, deren Mitglieder sich in dieses Album eingetragen haben, seien hier nur einige Namen herausgegriffen: Adelmann von Adelmannnsfelden, Arco und Arco-Valley, Beethom Whitehead, Bourbon, Braganza, Bülow, Charette, Deroy, Dundas, Fürstenberg, Fugger(-Babenhausen), Goldschmidt-Rothschild, Hamilton, Henckel von Donnersmarck (darunter Guido Henckel von Donnersmarck, 1830-1916), Hohenzollern, Isenburg, Károly-Erdödy, Lerchenfeld, Lichnovsky, die Großherzöge von Luxemburg, Metternich und Metternich-Sándor, Noailles Duc d’Ayen, Oettingen-Wallerstein, Oppersdorff, Périgord und Talleyrand-Périgord, Reventlow, Schönborn, Seymour, Solms-Braunfels, Stuart-Wortley, Tattenbach, die Grafen Toll, die Duques de la Torre, Waldeck, Ward (darunter auch die Schulreformerin Emily Ward, 1850-1930) und Wellington – die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. – Geringe Gebrauchsspuren.

Album amicorum of Leontine of Königsmarck-Wittgenstein, née Princess zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (1843-1924), with hundreds of entries, a. o. from Germany, England, France and Italy. Most of the entries are made by persons from the high nobility. But there are also numerous important personalities from politics, sciences, the military sector and art. The entries are from the period between 1880-1924.

Leontine of Königsmarck-Wittgenstein was the first wife of Carl Hans Konstantin Count of Königsmarck (1839-1910), landowner and member of the Reichstag of the North German Confederation. The couple made extended trips through the whole of Europe and in the Orient. The superbly preserved album was probably started around 1880, by using a pre-printed calendar form for the entry of anniversaries. It was used by the owner until her death and had obviously always been carried along. The multitude of collected entries in nearly four and a half decades is simply overwhelming. The European aristocracy is represented with hundreds of persons, among them the three emperors of the German Reich, several German royal families and reigning princely families, leading politicians, military people and diplomats, representatives of the old aristocracy in France and Italy as well as many of the traditional English dynasties. Then we have the entries of prominent personalities from the areas of sciences and art, partly with larger contributions, drawings, miniatures and score notations.

The probably most important historico-cultural contribution of this album is from the great Africa explorer Henry Morton Stanley (1841-1904), a full page entry with an outline of the African continent drawn by Stanley with the pen, with his full signature and the date Berlin, 4th February 1885. On the opposite page is another signature by Stanley, moreover the entry of Thomas Heazle Parke (1857-1893), a leading participant at the famous "Emin Pasha Relief Expedition" of 1886-89. An Italian coastal landscape might well be from the hand of Franz von Lenbach, a watercolour on cardboard, dated 1880 when Lenbach worked in Rome. Two watercolours with Venice vedutas are a contribution by the painters Károly Ferenczy (1862-1917) and Johann Passini (1832-1903). Another watercolour shows a beautiful view of Taj Mahal. There is an eight-line text in Morse code with "wireless greetings", a personal entry of the Italian radio pioneer Guglielmo Marconi (1874-1937), dated 11th July 1910. The inventor of the first torpedoes with self-propulsion, Robert Whitehead (1823-1905), has made his contribution on 20th December 1894 by even pasting a small schematic drawing of a torpedo, dated 1894. The neurologist Jean-Martin Charcot (1825-1893) and his son, the polar explorer Jean-Baptiste Charcot (1867-1936) have signed in the album on 9th February 1890.

The signature of Henrik Ibsen on a little card can be found on a page titled "Weimarer Fasching 1889" with the date 13th March 1889. One month before Ibsen’s drama "Die Frau vom Meer" (The lady from the sea) had its premiere at the Weimar court theatre. There are furthermore entries of the French romancier Paul Bourget (1852-1935), with personal entry of the famous poem "Beau soir" , of the author Vicomte René Vigier (1859-1931) with dedication poem in five verses to the owner, dated Kissingen 1883, also entries of the Munich writers Franz von Kobell (1803-1882) and Karl Stieler (1842-1885). Eduard Lassen (1830-1904), musical director at Weimar, has entered musical score notations, dated 1889, likewise the singer and composer Charlotte von Bülow (1817-1908). The painter Adolph von Menzel has entered a full page on 6th October 1885, the later pope Pius XII (Eugenio Pacelli; 1876-1958) as Apostolic Nuncio in Munich has signed on 9th October 1924. Furthermore we find the signatures of the British writer Florence Henniker (1855-1923), of the historian Leone Caetani (1869-1935), of the Danish philologist and feminist Ida Falbe-Hansen (1849-1922) and of the German painter Carl Suhrlandt (1828-1919) as well as of many other well-known personalities that cannot be listed here.

The majority of entries could be described as who’s who of the German and European aristocracy in the late 19th or early 20th century. Among these are Emperor Wilhelm I (1886), Wilhelm II (15th October 1890) and Frederick III (Friedrich Wilhelm of Prussia, 1831-1888), Carlotta of Saxony Meiningen, née of Prussia (1860-1919), Graf von Moltke (1800-1891) and Otto von Bismarck with wife Johanna, Archduchess Margarethe of Austria (1870-1955) as well as her husband Albert von Thurn und Taxis (1867-1952), Marie von Sachsen-Altenburg (1818-1907), the last queen of Hannover, Pauline von Sachsen-Weimar-Eisenach (1852-1904), Princess Amalie von Sachsen-Coburg and Gotha, duchess in Bavaria (1848-1894), Anastasia Michailowna Romanowa (1860-1922), Grand Duchess of Mecklenburg, the Grand Duchess of Russia Marija Alexandrowna (1853-1920), Princess of Great Britain and Ireland as well as Duchess of Sachsen-Coburg and Gotha (entry as "Duchesse d’Edinbourg", London 1886), Marie Amalie of Baden, Duchesse of Hamilton (1817-1888), Princess Hilda of Nassau, the last grand duchesse of Baden (1864-1952), furthermore relatives of the families of Sachsen-Coburg, of the dukes of Bavaria, the Grand Duchesse of Mecklenburg, Anastasia, Prince George, Duke of Cambridge (1819-1904), Ferdinand d’Orléans, Duc d’Alençon (1844-1910), Marie Antoinette Comtesse de Caserta (1851-1938), Sir Henry Augustus Smyth (1825-1906), Governor General of Malta, the Austro-Hungarian diplomat Alexander Count of Hoyos (1876-1937), Mehmet Serif Pascha (1865-1951), "chef de suite militaire du Haute commissaire en Egypte", and numerous diplomats and politicians. Of course many relatives of the families of Sayn Wittgenstein, Sayn Wittgenstein-Berleburg, Sayn-Wittgenstein-Sayn and Königsmarck are represented here as well. – Contemporary blue green morocco discreetly gilt (rear cover at top edge with small notch).