708: SCHILLER – HOLBEIN (VON HOLBEINSBERG), F. (I.) V(ON),

Fridolin. Ein Schauspiel in fünf Aufzügen. Nach Schillers Gedicht: Der Gang nach dem Eisenhammer. Wien, Wallishausser, 1808. 88 S. Läd. Brosch. d. Zt. (34)
Schätzpreis: 150,- €


Goed. VI, 465, 61, 1. – Zweite Auflage in einer von 2 Ausgaben aus demselben Jahr für "die k. k. Hoftheater" (die andere Ausgabe erschien in Berlin, die erste Auflage in Wien 1806). – "In Breslau … entstand H(olbein)s populärstes Stück ‘Fridolin’, eine Dramatisierung von Schillers ‘Gang nach dem Eisenhammer’, die ihm zum Posten eines Hausdichters des Theaters an der Wien verhalf" (NDB IX, 521). Der überaus vielseitige Franz Ignaz von Holbein von Holbeinsberg (1779-1855) – er war Schauspieler, Musiker, Maler, Sprachlehrer, Theaterdirektor und Dramatiker – erwarb sich bleibende Verdienste als "maßgeblich Beteiligter an der Gründung des Bühnenkartellvereins (1846), vornehmlich aber durch die gemeinsam mit K. Th. v. Küstner realisierte Einführung der Tantième (1844)" (NDB). – Allenthalben stark durchgearbeitet und abgegriffen. – Handexemplar des Theaterunternehmers Gustav Julius Mussik (gest. 1868) mit einem am Ende des Buches eingebundenen Doppelblatt, auf dem Mussik bewilligt wird, das Stück Fridolin aufführen zu dürfen, dat. Prag, 19. 1. 1858 (mit Siegel "K. K. Statthalterei in Böhmen" und Unterschrift des Statthalters).