64: BRAUNSCHWEIG – MÜLLER –

"Herrn D. W. Krause zur Feier des 17ten April 1844 hochachtungsvoll gewidmet von Georg Müller." Deutsche Notenhandschrift auf Papier. Wohl Braunschweig, dat. 1844. Qu.-Fol. 2, 7 Bl. Blindgepr. Hldr. mit Deckelfileten (Rücken beschädigt, etwas bestoßen). (107)
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Autographe Reinschrift eines Glückwunschchores mit Klavierbegleitung zur Geburtstagsfeier des Braunschweiger Getreide- und Hopfenhändlers Dietrich Wilhelm Krause (1773-1845). – Krause ließ 1805 bis 1808 vom Architekten Peter Joseph Krahe die Villa "Salve Hospes" in Braunschweig (heute Sitz des dortigen Kunstvereins) erbauen, die zu einem Mittelpunkt des geistigen und gesellschaftlichen Lebens in der Stadt wurde; Gäste waren unter anderem Caroline und Friedrich Schelling, Hans Christian Andersen und Felix Mendelssohn Bartholdy. – Georg Franz Ferdinand Müller (1808-1855) war zweiter Geiger im Quartett der Gebrüder Müller, die Geschwister waren sämtlich als Musiker am Braunschweiger Opernhaus tätig. Ab 1842 leitete er das Braunschweiger Orchester, das sich unter seiner Leitung zu einem der ersten in Deutschland ausbildete. Zahlreiche zeitgenössische Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Louis Spohr, Conradin Kreutzer und Giacomo Meyerbeer führten hier ihre Werke auf. Berlioz schrieb nach einem Besuch Braunschweigs im Jahr 1843 über das Quartett und das Orchester: "Ich muß an dieser Stelle sagen, daß ich, bis an diesen Tag, noch nie … hervorragende Künstler versammelt gesehen habe, die so ergeben, aufmerksam und begeistert von ihrer Aufgabe gewesen wären" (Lebenserinnerungen, München 1914, S. 320). – Gering fleckig. – Eine der wenigen von Georg Franz Ferdinand Müller überlieferten Kompositionen.

DAZU: "MORGENGRUSS zum 17ten April 1841 Herrn D. W. Krause … gewidmet." Deutsche Notenhandschrift auf Papier. Wohl Braunschweig, dat. 1841. Fol. 7 Bl. Leicht läd. strukturgepr. Pp. mit Deckelfileten. – Reinschrift einer anonymen Glückwunschkomposition für Chor mit Klavierbegleitung. Mit Angabe der mitwirkenden Sänger, darunter Krauses Schwiegersohn Hermann Hollandt. – Gering fleckig. – Beiliegt ein handschriftlicher Programmzettel (Doppelbl.): "Program zum musikalischen Abend am 17ten April 1842".