638: WÜRTTEMBERG – BOHNENBERGER, J. G. F. (VON),

Charte von Wirtemberg (und Schwaben). Trigonometrisch aufgenommen und gezeichnet. Tübingen und Stuttgart, Cotta, 1798-1829. Gr.-Fol. Daraus 18 Kupferstichkarten von G. F. Abel, I. A. Amman u. a. nach J. G. F. Bohnenberger u. a. Lose Bl., ohne Einband. (25)
Schätzpreis: 800,- €
Ergebnis: 400,- €


Erste Ausgabe. – Engelmann 907. Fischer 219. Cartographia Bavariae 7.6. ADB III, 82. – Die Karten oben tls. auch bezeichnet mit "Charte von Württemberg" bzw. "Charte von Schwaben". – Vorhanden sind folgende Blätter: 4, 5, 8, 9, 13, 14, 22-24, 32-34, 39, 40, 42, 45, 50 und 53 (mit den Städten und Umgebungen von Ludwigsburg, Heilbronn, Nördlingen, Pappenheim, Böblingen (mit Stuttgart), Esslingen, Tübingen, Bad Urach, Ehingen, Riedlingen, Biberach, Memmingen, Schaffhausen, Konstanz, Wangen, Schongau, St. Gallen und Füssen (num.). – Das berühmte und wegen seiner Grundlagen, seines reichen Inhalts und seiner Geländedarstellung viel bewunderte Kartenwerk, konzipiert und begonnen von dem bedeutenden schwäbischen Geodäten Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger (1765-1831). Unter dem Einfluß der damaligen französischen Kartographie wurden diese Karten im Maßstab 1:86400, aufgebaut auf trigonometrischer Vermessung und erstmaliger Anwendung der modernen abstrakten Kartensprache, wegweisend für die spätere staatliche Kartenherstellung. – Nach Fischer umfaßt das gesamte Kartenwerk 57 Blätter, fortlaufende Nummern nicht chronologisch erschienen: "Erst 1826 setzt Ernst Heinrich Michaelis die Karte fort und vollendete bis 1819 die letzten Blätter bis zum Gesamtumfang von 57 Bl. (inklusive der ‘Übersicht’ und des Erläuterungsblatts)." – Meist unbeschnittene, breitrandige Blätter, nur leicht fleckig und gering gebräunt; einige mit Ein – und Ausrissen oder Randläsuren, tls. etw. wasserrandig und vereinzelt stärker fleckig. – Beiliegen Dubletten folgender Blätter: 4, 9, 24, 33, 42 (2). – Zus. 24 Blätter.