625: EINBÄNDE – SCHWARZER MAROQUINEINBAND

mit intarsierten Herzen, reicher Goldprägung und gekröntem Monogramm "S. L. H. L.", datiert 1835; mit dreiseitigem gepunzten Goldschnitt (minimale Altersspuren). (183)
Schätzpreis: 700,- €
Ergebnis: 480,- €

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Enthalten in der Reihenfolge der Bindung: I. NEUES BRAUNSCHWEIGISCHES GESANGBUCH, nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen und häuslichen Gottesdienste. Braunschweig, Meyer, 1828. 4 Bl., 432 S., 4 Bl., 80 S. – II. DIE BIBEL, oder die ganze heilige Schrift des alten und neuen Testaments, nach der deutschen Übersetzung Martin Luthers. 9. Aufl. Halberstadt und Heiligenstadt, Dölle, (1821). Mit 2 Frontisp. in Holzstich. 884, 253 S., 1 Bl.

Die Krone über dem von uns nicht aufzulösenden Monogramm auf dem Einband verweist auf einen Besitzer oder eine Besitzerin aus einem Herrscherhaus; der Inhalt läßt die Zugehörigkeit zum welfischen Herrscherhaus des Herzogtums Braunschweig vermuten, weil dort das zuerst 1698 aufgelegte Braunschweigische Gesangbuch im Geist des Pietismus entstanden ist; 1780 wurde es grundlegend im Sinn der Aufklärung revidiert und ist danach bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts immer wieder aufgelegt worden. Die goldgeprägten Sprüche auf den intarsierten Herzen des Einbandes, "Ich opfre, o Jesu mein Herze Dir ganz" und "Das Herze mein soll Jesu seyn", belegen das Fortleben der pietistischen Jesusmystik im 19. Jahrhundert. – Etw. fleckig, leicht gebräunt.