624: GEISTLICHER SCHILD,

gegen geistliche und leibliche Gefährlichkeiten allzeit bey sich zu tragen. Köln, o. Dr., 1665. Kl.-8º (9,5 x 7,5 cm). Mit zahlr. (2 ganzseit.) Illustr. in Holzschnitt. 128 S. Läd. Ldr. d. Zt. (91)
Schätzpreis: 400,- €
Ergebnis: 200,- €


Von 1617 bis 1852 in zahlreichen Ausgaben in unterschiedlichen Zusammenstellungen verbreitetes Büchlein mit Segens – und Gebetstexten; im vorliegenden Druck von uns weder bibliographisch noch in öffentlichem Besitz nachweisbar. – Beleg für die früheste Ausgabe: VD 17 32:737006H; für die späteste: Heinsius XII/2, 248 (reproduziert im GV CXXV, 232). Ein möglicher Grund für die Seltenheit unserer Ausgabe mag darin liegen, daß der katholischen Kirche der Geistliche Schild mißfiel und er "von der Geistlichkeit scharf verfolgt" worden ist (Wuttke, Der deutsche Volksaberglaube der Gegenwart, 3. Bearbeitung, Berlin 1900, S. 191); in München zum Beispiel ist das Büchlein mit den kräftigen Segen und Gebeten 1770 verboten worden (Hayn/Gotendorf VII, 159). – Bindung in Auflösung begriffen, gebräunt, stärker fleckig.