617: WAGNER – TELEGRAPHISCHE DEPESCHE

des Großherzogs Friedrich von Baden an Richard Wagner. Formular der Herzoglich Nassauischen Rhein-Eisenbahn, hs. ausgefüllt (von fremder Hand) und adressiert "An Herrn Richard Wagner in Biebrich am Rhein". Dat. Karlsruhe, "aufgegeben den 7. März 1862". 4º (28,1 x 21,5 cm). Eine Seite. (105)
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"Besten Dank für Ihren Brief, wollen Sie Sonntag den Neunten uns Ihr Werk vorlesen, Bitte um Nachricht". Wie Glasenapp überliefert (Bd. III, 4. Buch, S. 360), "machte Wagner [von Biebrich aus] bald nach Minnas Abreise noch einen Besuch in Karlsruhe, wo er am 7. März dem Großherzoglichen Paare, einem früher gegebenen Versprechen gemäß, seine ‘Meistersinger’-Dichtung vortrug." Dies Datum ist demnach zu korrigieren, die Lesung hat am Sonntag, den 9. März 1862 in Karlsruhe stattgefunden. Das herzogliche Paar hatte daran zwar lebhaftes Interesse, doch gewährte es Wagner weder Hilfe noch finanzielle Unterstützung, im Gegenteil, dieser blieb sogar auf den Reisespesen sitzen. – Mehrere Falzeinrisse und Randläsuren, das sehr dünne Papier etw. knittrig, leicht gebräunt und fleckig.