60: WÜRZBURG – "ERINNERUNGEN AN DIE ERLEBNISSE DER STADT WÜRZBURG IM DEUTSCHEN BRUDERKRIEGE 1866."

Deutsche Handschrift auf Papier. Wohl Würzburg, Ende des Jahres 1866. 4º. 86 S. Pp. d. Zt. (beschabt). (20)
Schätzpreis: 250,- €


Erstes Stück in einem Sammelband mit Texten aus dem Unterricht an einer höheren Schule. – Der Schüler wollte die Geschehnisse in Würzburg zur Zeit des Deutschen Krieges darstellen, "soweit dieselben dem Verfasser aus Telegrammen, Mitteilungen u. Aufzeichnungen bekannt sind". Trotz der Bemühung um Sachlichkeit bleibt die persönliche Betroffenheit erkennbar, etwa wenn er am Ende schreibt: "Tieferschütternd ist der Eindruck, den die Grabhügel der in der Nähe gefallenen Soldaten hinterlassen, den der vergrößerte Militärkirchhof am Fuße der Festung in der Zellerstraße hervorruft." Bewertet wurde der umfangreiche Aufsatz mit einem "Sehr gut! Vor allem ist das würdige Maßhalten sehr lobenswerth".

Enthalten sind weitere sieben Übungen zu verschiedenen Textarten aus der Zeit von Januar bis Juli 1867 mit zusammen 190 Seiten. – Dazu gehören auch zwei Chrien, das sind Übungen aus der antiken Rhetorik zur Auslegung einer Spruchweisheit; ferner eine Ode "An den Vollender des atlantischen Kabels", eine Abhandlung über die Medea von Euripides sowie Reden über Ludwig Uhland und die Stadt Rom. – Gering fleckig, leicht gebräunt.