58: BAYERN – REHLING – "VERZEICHNIS DES VON KARL FREYHERRN VON REHLING ERLEGTEN WILDES."

Deutsche Handschrift auf Papier. Wohl Neusäß (Lkr. Augsburg), dat. 1828-58 und 1876-93. 4º. Mit mont. kalligraphiertem Titel mit Federzeichnung und mont. Exsikkat. Ca. 90 Bl. (darunter einige weiße). Ldr. d. Zt. mit Rtit., Rücken – und Deckelbordüre (gering beschabt). (6)
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Jagdverzeichnis, begonnen von Karl Freiherrn von Rehling, einem Mitglied der vor allem in der Region um Augsburg begüterten Adelsfamilie, der in Hainhofen (heute ein Ortsteil von Neusäß) ansässig war. – Die jährlichen Einträge geben Auskunft über die Arten des erlegten Wildes, von Rehen, Füchsen, Hasen und Kaninchen bis zu Wildtauben. Die Entstehung in Neusäß (Lkr. Augsburg) wird bestätigt durch einen Eintrag zur "Neusäßer Gemeindeflur" in den Jahren 1890/91. – Im Revolutionsjahr 1848 findet sich unter der Auflistung die persönliche Notiz "Dieses Jahr mit seinen Errungenschaften raubte mir nicht blos meine eigene Jugend, sondern es wurde, durch den herrschenden gesetzlosen Zustand, die Jagd derart zu Grunde gerichtet, daß ich noch auf lange Zeit, wenn nicht auf immer, dem edeln Weidwerke ein Lebewohl sagen muß." Tatsächlich beschränkte sich in den folgenden Jahren die Zahl der Abschüsse auf wenige Waldschnepfen, Feldhühner und Wachteln. – Auf dem fliegenden Vorsatz eine Abschrift vom "vorgefundenen Schußregister meines verstorbenen Onkels Ferdinand Freyherr von Rehling" zu den Jahren 1801 bis 1828. – Vorderes Innengelenk angebrochen, minimal fleckig, papierbedingt leicht gebräunt.