543: BRANDL, J. (E.),

Zwölf Lieder des Herrn Professor Schneider. Zum Singen beim Klavier in Musik gesezt und Demselben zugeeignet. Speyer, Bossler, o. J. (Platten-Nr. 196, 1790). Qu.-4º. 38 S. (Titel und Widmung in der Paginierung sowie Notentext, alles gestochen). Lose Lagen, ohne Einband. (136)
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Einzige Ausgabe. – RISM B 4228. Eitner II, 173, 12. Friedlaender 485. NDB II, 528. – Die, wie Brandl stolz in seiner Widmung vermerkt, erste Vertonung von Gedichten aus der Feder des Eulogius Schneider (1756-1794). Schubart schreibt dazu in seiner Chronik (erstes Halbjahr, Stuttgart 1791, S. 96): "Schneider hat das Glück gehabt, einen sehr guten musikalischen Dollmetscher einiger seiner Lieder aufzufinden. Der Name des gefühlvollen Mannes ist Brandl, Lenker des Fürstlich-Speierischen Musikchors. Ich freue mich, diesen verständigen und gefühlvollen Tonkünstler vor meinem Vaterlande das erstemal aufführen zu dürfen. Ich habe zwölf Lieder aus dem Boßler’schen Verlage vor mir liegen … Es beweißt nicht nur, daß der Verfasser fühlt, was er sezt, sondern auch die immer seltner werdende Erfordernis, daß der Verfasser kontrapunktischrichtig zu sezen weiß, was er fühlt." – Johann Evangelist Brandl war seit 1789 als bischöflicher, später hochfürstlich-speyerischer Hofmusikdirektor in Bruchsal tätig. – Unbeschnittene, breite Ränder tls. etw. gebräunt, vor allem die Deckblätter.