5097: BEICH, JOACHIM FRANZ

(Ravensburg 1665-1748 München; Zuschreibung), Landschaftsstudie. Lavierte Federzeichnung auf Büttenpapier. Nicht sign., bezeichnet und dat. (um 1710). 19,7 x 28,8 cm. – Unter Glas (leichte Altersspuren). (185)
Schätzpreis: 1.000,- €


Der bedeutende Landschaftsmaler wurde 1704 zum kurfürstlichen Kammerdiener und Hofmaler von Kurfürst Maximilian II. Emanuel ernannt. Durch die Auflösung des Hofstaates infolge des Spanischen Erbfolgekriegs sah sich Beich gezwungen, neue Auftraggeber und Kunden zu finden und hielt sich zu diesem Zweck 1704-14 in Italien auf. Hier dürfte die vorliegende, sicher und in lockerem Duktus ausgeführte Landschaftsstudie entstanden sein. Sie zeigt eine üppige Vegetation an einem Weiher vor einem Gebirgsmassiv. – Mit abgeschrägten, tls. professionell hinterlegten Ecken, Mittelfalte, Fleckchen und leichtem Lichtrand. – Verso von alter Hand in Tinte ein italienisches Gedicht sowie Notizen. – Aus der Sammlung R. Lamponi (Lugt 1760) und gestempelt aus einer nicht identifizierten Sammlung "CMS" (Lugt 609).