479: ZUBLER, L.,

Novum instrumentum geometricum: Das ist, Kurtzer und grundtlicher Bericht, alle Weite, Breite, Höhe und Tieffe, mit sonderbarem Vortheil, kunstlichen und gewiß, auch von der Arithmetic unerfahrnen abzumessen. Basel, L. König, 1625. Kl.-4º. Mit gestoch. figürlicher Titelbordüre und 20 Textkupfern (davon eines ganzseitig). 4 Bl., 65 S., 1 Bl. Pp. d. Zt. (starke Altersspuren). (19)
Schätzpreis: 1.500,- €
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VD 17 12:163811Z. Zinner 597. – Leonhard Zubler (gest. 1611) war Goldschmied und Mathematiker in Zürich (vgl. HBLS VII, 688). Laut DSB (II, 419) hat er sich in der Nachfolge Albertis und Dürers eingehend mit der Zentralperspektive befaßt und entsprechende Instrumente konstruiert, die zum Teil Vorläufer der bekannten Bramerschen Meßinstrumente waren. – Das ganzseitige Kupfer zeigt alle Details des Meßinstruments, die übrigen Illustrationen mit Meßvorgängen in landschaftlicher Staffage.

NACHGEB.: DERS., (Fabrica et usus instrumenti chorographici). Das ist, Newe planimetrische Beschreibung: Wie man mit einem leichten und geringen Instrument alle Stätt, Gärten, Weyher und Landschafften … auffreissen und verjüngen soll. Mit gestoch. figürlicher Titelbordüre und 13 Textkupfern. 5 Bl., 39 S. – Vgl. VD 17 23:672784X. Zinner 597. – In unserem Exemplar ist der typographische Titel wohl durch ein Versehen des Druckers mit der Titelbordüre des "Novum instrumentum geometricum" kombiniert.

Beide Ausgaben komplett, da entgegen den Angaben auf dem Titel (22 oder 15 Kupfer) jeweils die beiden Wappenkupfer auf dem Titel verso weggelassen wurden. – Beide Werke mit einzelnen Marginalien und Unterstreichungen von alter Hand, stellenw. mit kleinem Wasserrand, etw. fleckig.