47: BADEN – SAMMMLUNG

von zus. 7 Briefen von Angehörigen des badischen Herrscherhauses. (19)
Schätzpreis: 300,- €


I. WILHELM, Markgraf von Baden (1792-1859). E. Brief mit e. U. Dat. Karlsruhe, 24. 4. 1830. 4º. 2 S. – Doppelblatt. – Brief mit Trauerrand, jedoch in einer geschäftlichen Angelegenheit; den Empfänger konnten wir nicht ermitteln. – "haben die Güte gehabt mir in Ihrem Schreiben am 14t dieses die gefällige Anzeige zu machen, daß Sie gesonnen sind, bis den 15. May nach England abzureisen, bis zu welchem Zeitpunkt Eure Druchlaucht den Wunsch hegen über die Erledigung Ihrer Angelegenheit näher in Kenntnis gesetzt zu werden. Ich habe hiervon dem Großherzog, meinem Bruder, sogleich Nachricht gegeben, welcher mich beauftragt Ihnen die Versicherung zu erteilen, daß er dem Finanz-Minister sogleich befahl Ihre Sache auf jede tunliche Weise zu befördern …" – Mit Randschäden und Faltspuren, leicht fleckig.

II. FRIEDRICH I., Großherzog von Baden (1826-1907). 4 Briefe, davon 2 e. und mit e. U. sowie 2 Kanzleischreiben mit e. U. Dat. Mainau, 21. 8. 1893; Baden, 23. 1. 1897; Karlsruhe, 28. 3. 1903; Mainau, 1. 9. 1906. 4º (3; jeweils Doppelblatt) und ca. 41,5 x 21,5 cm (aus 2 aneinandergeklebten Blättern, mit mont. Photographie); zus. 4 S. – Davon ein Brief mit beiliegendem adressierten Kuvert mit Lacksiegel. – Die beiden früheren, eigenhändigen Briefe an Götz Freiherrn von König (1849-1934), der 1893 als Oberstleutnant Kommandeur des Ulanen-Regiments "Großherzog Friedrich von Baden" war und 1896 zum Oberst befördert wurde. – Die beiden späteren an Oberst Ludwig Schauffler (1823-1907). – Der zusammengesetzte Brief mit tls. hinterlegten Einrissen und etw. fleckig, sonst nur leichte Altersspuren.

III. LUDWIG WILHELM, Prinz von Baden (1865-1888). 2 e. Briefe mit e. U. Dat. jeweils Heidelberg, 8. 11. 1886 und 1. 8. (18)87. Jeweils 4º. Zus. 7 S. – Jeweils Doppelblatt mit gekröntem Monogramm. – Jeweils mit e. adressiertem Kuvert, davon eines mit Lacksiegel. – Beide Briefe an den Großherzoglichen Oberförster, Freiherrn Schilling von Cannstatt.

Beiliegen unter anderem ein Schreiben eines Freiherrn von Cornberg (nicht dat., 19. Jhdt.), der einem Mitglied des Herrscherhauses von Baden eine Schreibtasche des schwedischen Königs Karl XII., also eines Vorfahren, überreicht; ferner 2 Pläne eines Schlosses in Schweden mit hs. Beschriftung auf Transparentpapier.