44: ALCHEMIE – "SCHEIDEKUNST". (Rückentitel).

Deutsche Handschrift auf Papier. Deutschland, um 1840 (mit Ergänzungen und Korrekturen in Bleistift, dat. 1849). Regliert. 2 Bl., 154 S. Etw. spät. Hldr. mit Rsch. (gering fleckig, leicht beschabt). (129)
Schätzpreis: 400,- €
Ergebnis: 400,- €


Sammlung von alchemistischen Rezepten. – Der Bleistifteintrag "Schmelz u(nd) Scheidekunst. Kollazion von Schriften, ein Taschen [gestrichen, korrigiert zu:] Handbüchlein für Anfänger" mit der Jahreszahl 1849 auf dem ersten Blatt markiert den Terminus ante quem für das wohl einige Jahre früher, in Tinte in gleichmäßiger Kurrentschrift geschriebene und übersichtlich in Paragraphen gegliederte Manuskript. – Unter der Überschrift "Inientio matutina" findet sich am Beginn ein Gebet mit dem Initium "Hodie impono fronti meae vexillum fidei" (1,5 Seiten). Das folgende Inhaltsverzeichnis mit der Überschrift "Probir und Scheide-Kunst der Venetianer" nennt vier Abschnitte: "Ein Probir Büchlein von üblichen Berg u(nd) Müntz-Proben", "Besondere Particular Arbeiten bestehent in einbringen und Figirungen", "Einige zur verbesserung der Metallen dienende universal Processe" und "Eine collation der Schriften Fr. Basil(ii) Valentini Bened(icti) Ordin(is), worin die Zubereitung des so genandten Vitrioli Philosophici erklärt zur fernerer Uberlegung com(m)unicirt". Doch ist die Handschrift möglicherweise nur in fragmentarischem Zustand überkommen, denn sie bricht im Abschnitt zu den "Particular Arbeiten" (ab S. 82) mit S. 154 ab. – Die Bleistifteinträge beziehen sich vor allem auf Korrekturen zu den Kapiteleinteilungen und – überschriften. – Das letzte Blatt zum großen Teil entfernt, die Seitenzahlen tls. etw. angeschnitten, etw. fleckig, leicht gebräunt. – Exlibris.