384: BIRNBAUM, U.,

Gläubige Kunst. Wien und Berlin, Löwit, 1919. 31 S. Illustr. Orig.-Brosch. (Rücken stark brüchig, Randläsuren, verso Montagespuren, etw. knittrig und fleckig). (138)
Schätzpreis: 240,- €


Bücher der Arche. – Erste Ausgabe. – Über den weltweiten Katalog nur wenige Exemplare in europäischem öffentlichen Besitz nachweisbar. – Essay des Malers und Dichters Uriel Birnbaum (1894-1956) über sein aus seiner ausgeprägt konservativ-religiösen Weltanschauung stammendes Verständnis von Kunst. Hierbei grenzt er sich dezidiert von “heidnischen Formen der Künste und den heidnischen Künstlern” ab (S. 8), wobei Birnbaum unter ‘heidnisch’ alles ansieht, was nicht auf seinen tiefen monotheistischen Glauben zurückzuführen ist; so wettert er gegen Naturalismus, Impressionismus, Kapitalismus, Bolschewismus, die Aufklärung und die Naturwissenschaften. In dieser Hinsicht bemerkenswerte Publikation, überdies selten. – Gering gebräunt und minimal fleckig. – Unbeschnitten.