368: BOCK, H.,

Kreutterbuch darin underscheidt Name(n) unnd würckung der Kreutter, Stauden, Hecken und Beumen, sampt iren Früchten, so inn Teütschen Landen wachsen ... Und jetzund von Newem fleißig ubersehen, gebessert und gemehret. Straßburg, (J. Rihel), 1565. Fol. Mit kolor. Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, Holzschnitt-Portr. im Text und 500 Textholzschnitten nach David Kandel. 20 nn. Bl. (das elfte weiß), CCCCXIII num. Bl. (ohne Blatt 409), 2 (statt 7) nn. Bl. Pp. d. 19. Jhdts. (beschabt). (194)
Schätzpreis: 4.000,- €
regular tax scheme 7% VAT
Ergebnis: 2.000,- €

Klicken Sie hier, um dieses Objekt im Nachverkauf
per E-Mail anzufragen bzw. zu kaufen oder
geben Sie die Adresse auctions@zisska.de direkt ein.

Sechste illustrierte Ausgabe. – IA 120.596. VD 16 B 6020 (Ex. der BSB nicht mehr vorhanden). Nissen 182. Heilmann 193. Stafleu/Cowan 575. – Diese Ausgabe nicht im STC, bei Adams, Ritter und Muller. – "Bock is the second of the German Fathers of Botany … His descriptions of flowers were remarkably clear, even without the benefit of illustrations, and they indicated that he comprehended things by which his predecessors had been completely baffled. He recognized the corolla, stamens, and pistils as essential parts of many flowers, and he is probably the first botanist of the 16th century to feel the necessity for some sort of classification" (Hunt I, S. 76). – "Von anderm Schlage, doch nicht minder volkstümlich als die Frankfurter Wiederbelebung des alten ‘Gart’, ist das Kräuterbuch des Hornbacher Pfarrers Hieronymus Bock. Auch zu Brunfels, den er doch als seinen Lehrmeister und als Anreger seines Werkes bezeichnet, steht er in einem ausgesprochenen Gegensatz, da er sich von humanistischen Identifizierungsversuchen fernhält und sich vielmehr ganz den heimatlichen Pflanzen widmet. Nicht nur erwanderte er sich deren Kenntnis in der freien Natur; zeitweise scheint er auch, als Leiter eines Botanischen Gartens in Zweibrückem, Gelegenheit zu eigenen Kulturversuchen genommen zu haben. Dementsprechend finden wir bei ihm reichhaltige Fundortsangaben und treffsichere phänologische Bemerkungen. Auch die ungemein anschauliche, humorgewürzte Beschreibung der Pflanzen zeugt von seinem nahen Verhältnis zur Natur. Die große Verbreitung, die sein Werk gefunden hat, ist daher verständlich und wohlverdient" (Nissen S. 51). – Die Zeichnungen zu den Holzschnitten stammen von dem jungen Straßburger David Kandel, die meisten wurden wohl nach lebenden oder getrockneten Pflanzen angefertigt. – Es fehlen außer Blatt 409 am Ende die letzten vier Blätter des Registers über die Krankheiten sowie das Blatt mit dem Kolophon. – Titel mit kleinem, hinterlegten Einriß am Bug, das letzte Blatt der Vorstücke mit dem Porträt eingerissen, Blatt CCCXLIII mit Eckabriß, das letzte Blatt mit breit hinterlegten Randeinrissen und gewendet eingebunden, einzelne etw. spätere Marginalien (lateinische Pflanzennamen), fleckig. – Insgesamt gutes Exemplar des erfolgreichen Pflanzenbuchs.

Sixth illustrated edition. – The drawings to the woodcuts are by the young David Kandel of Strasbourg, most of them probably made after live or dried plants. – Lacks at the end, besides leaf 409, the last four leaves of the register on diseases as well as the leaf with colophon. – Title with small backed tear at joint, leaf c VII with tear (portrait), last leaf with widely backed marginal damages and bound-in invertedly, some later marginalia (Latin plant names), soiled. – Altogether a good copy of the successful book of plants. – Cardboard of the 19th century (scratched).