3270: PENZOLDT, ERNST (Erlangen 1892-1955 München),

"Theaterkasse". Scherenschnitt aus festem schwarzen Papier. Sign., bezeichnet, nicht dat. (wohl um 1918). 25 x 34,3 cm. – Unter Glas. (7)
Schätzpreis: 300,- €
Ergebnis: 150,- €


In den frühen Jahren seines künstlerischen Schaffens von etwa 1908 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges war der Scherenschnitt das Ausdrucksmittel, dessen sich Penzoldt bevorzugt bediente. Die meisten der in diesem Jahrzehnt entstandenen Arbeiten haben eine Breite von 10 bis 25 Zentimetern. "In der Kriegszeit und danach schnitt Penzoldt freilich noch einige größere Formate, die man auf einem Träger befestigen mußte, wollte man sie zum Anschauen hochhalten" (Erika Hoegl, Die schwarze Kunst – zu den Scherenschnitten Ernst Penzoldts, in: Ernst Penzoldt – Kunst und Poesie, Erlangen 1992, S. 221-235, hier S. 222). Nach diesem Kriterium haben wir den hier vorliegenden Scherenschnitt datiert. Er zeigt sieben Personen, die an der Theaterkasse zum Billettkauf anstehen; in der Mitte der kleinen Schlange hat Penzoldt sich sebst dargestellt, eindeutig erkennbar an seiner markanten Nase. – Trägerkarton leicht gebräunt, am linken Außen- und Unterrand etw. wasserfleckig.