3174: LOUVRIER, J., UND CH. L. MURSINNA,

Abhandlungen über die Durchbohrung des Schedels (trepanatio cranii). – Preisfrage, ist die Durchbohrung der Hirnschale bey Kopfv(erletzungen) nothwendig, oder nicht? Wann und wo ist sie es, und in welchem Verhältnisse steht diese Operation mit dem glücklichen oder unglücklichen Ausgange gedachter Verletzungen? Wien, Camesina, 1800. 4º. 5 Bl., 107 S., 1 Bl. (Verlagsanzeigen). Ldr. d. Zt. mit Rtit., Rvg., goldgepr. Filete und Bordüre auf den Deckeln, Steh – und Innenkantenvg. sowie dreiseit. Goldschnitt (etw. aufgewellt, fleckig, beschabt und bestoßen). (252)
Schätzpreis: 200,- €
Ergebnis: 120,- €


Engelmann 346. Lesky 3. Hirsch/Hübotter III, 849, und IV, 308. – Die erste deutsche Monographie zur Schädeltrepanation. – Beantwortung der 1788 von der Josephinischen Akademie in Wien gestellten Preisfrage durch den ersten Preisträger, Joseph Louvrier, ab S. (67) durch den zweiten, Christian Ludwig Mursinna. – Druckvariante auf kräftigerem, etw. größeren Papier. – Am Anfang und vor allem die Vorsätze mit stärkeren Feuchtigkeits – und Sporspuren. Titel mit hs. Bibl.-Nr. und oberem Eckausriß (geringer Textverlust). Bl. 5 lose. Durchgehend leicht wasserrandig oder fleckig.