3105: SCHMIDT, MARTIN JOHANN

(Grafenwörth 1718-1801 Stein an der Donau; Zuschreibung), Der Tod Josephs. Feder und Tusche, Reste einer Weißhöhung, auf Bütten. Mit Resten einer Signatur, nicht dat. (um 1750). 39,5 x 23,4 cm. – Unter Passepartout. (182)
Schätzpreis: 600,- €
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Ergebnis: 400,- €


Das oben mit einem Rundbogen abschließende Blatt diente wohl als Entwurf für ein Altarblatt. Im Vordergrund lagert der heilige Joseph auf einer Plinthe. Maria und Christus stützen ihn und stehen ihm zur Seite. Um die Figurengruppe haben sich Engel und Cherubim versammelt. Josephs schon schwach werdender Blick scheint bereits entrückt und gilt wohl dem göttlichen Licht, das ein herannahender Engel mit sich bringt. Der Künstler schildert die Szene mit viel Einfühlungsvermögen und erzeugt so eine große Nähe zum Betrachter. Die leichten Schwächen in den Proportionen lassen vermuten, daß es sich um ein frühes Werk eines nicht akademisch ausgebildeten Künstlers handelt, was der Vita des "Kremser Schmidt" entsprechen würde. – Kaschiert, mit Flecken und Knitterspuren. – Die Numerierung auf dem Blatt, auf das die Zeichnung montiert wurde, spricht dafür, daß sich das Blatt ehemals in einem Sammelband von Zeichnungen befand. – Verso alte Zuschreibung an Georg Philipp Rugendas.