3075: DONAUSCHULE –

Brautlauf. Federzeichnung auf Büttenpapier. Nicht sign., bezeichnet und dat. (wohl 1. Hälfte 16. Jhdt.) 18,3 x 32,2 cm. – Unter Passepartout. (47)
Schätzpreis: 400,- €
Ergebnis: 280,- €

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Seltene Szene, wohl dem Brauchtum um eine Eheschließung zuzuordnen, bei dem die Braut aus ihrem Heim in das Haus des Bräutigams geholt wird. – Weite Landschaft mit einer kleinen Stadt am Fuß einer Burg auf hohem Bergkegel, im Zentrum ein mit hohen Palisaden eingefriedeter burgartiger Wohnturm. Einer der Zaunpfähle wird entfernt, und über eine Leiter holt der Mann seine künftige Frau herunter. Als Zeugen wohnen vier berittene Männer der Szene bei. – Das Blatt offenbart die intensive Auseinandersetzung des Künstlers mit den Fragen der Darstellung des Tiefenraumes, wie sie für die – in diesem Falle späte – Donauschule charakteristisch ist. – Aus zwei Blättern zusammengefügt, etw. fleckig und mit Faltspuren. – Verso beschriftet "Moniatsch" in brauner Feder und von späterer Hand Melchior Feselen zugewiesen, ferner mit Schreibübungen, Rechnungen und Wappenzeichnung in Bleistift. – Beiliegt eine Bleistiftzeichnung zum Thema "Ungleiches Paar".