3041: AUGSBURG – WÜRTTEMBERG – HOPFER

Zus. ca. 12 Akten, Briefe und Urkunden zur Absetzung von Thomas Hopfer als Pfarrer von Hl. Kreuz in Augsburg und zu seiner Einsetzung als Superintendent in Heidenheim an der Brenz. Dat. Augsburg und Stuttgart, 1654-63. Fol. und 4º. Ca. 30 S. – Meist Doppelblätter. (206)
Schätzpreis: 600,- €
Ergebnis: 300,- €


Thomas Hopfer (auch Hopffer; 1618-1678), bald nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges als evangelischer Pfarrer der Heilig-Kreuz-Kirche in Augsburg berufen, erwarb sich große Verdienste bei der Sammlung von Geldmitteln etwa an den Höfen von Dänemark und Schweden für den Neubau der Kirche. Trotzdem wurde Hopfer "wegen seiner exorbitirenden Schrifften, Reden und Predigten", wie es in einem Brief vom 9. 6. 1657 heißt, vor das Augsburger Kirchengericht zitiert und schließlich seines Amtes enthoben. Doch Herzog Eberhard III. von Württemberg nahm Hopfer mit seiner Familie auf und installierte ihn 1662 zum Superintendenten in Heidenheim. – Beiliegt unseren Akten eine gestochene Bildunterschrift für ein Porträt von Hopfer aus dem Jahr seiner Abseztung 1661; die schlichten Reime, in Ichform abgefaßt, künden von der Enttäuschung des Predigers: "Nach 10. Jahrn ich damit verdient hab / das man mich darvon schaffte ab, / Jedoch wird man gedencken mein, / bey der lieben H. Creutz gemein, / weil ich des Schafstals und Schäflein, / hinfüro muß beraubet sein." – Ein Brief mit Ausriß (kleiner Textverlust), sonst nur leichte Altersspuren.