2404: LITHOGRAPHIE – CHEVALLIER, A., UND (P.) LANGLUME,

2ème mémoire sur la lithographie et sur procédés de retouche et d'effaçade. (Kopftitel). Paris, o. Dr., (1828). Fol. Mit 9 lithogr. Tafeln. 9 lithogr. S. Orig.-Umschl. mit hs. Titel (Knickspuren, bestoßen, etw. beschabt). (115)
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W. Pabst und A. Kretschmar, Das Gesammtgebiet der Lithographie oder theoretische und practische Anleitung zur Ausübung der Lithographie in ihrem ganzen Umfange, 2. Ausg., Leipzig 1843, S. 282. – Verschollener Druck; über den KVK von uns kein Exemplar in öffentlichem Besitz nachweisbar. – "Diese autographirte Abhandlung ist nur der Vorläufer eines vollständigen Werks über die Lithographie, … für welches die Société d’encouragement ihnen 1830 eine goldene Medaille zuerkannt hat. Da aber Langlumé Paris verließ, so verzögerte sich die Sache und das Werk erschien später unter den Namen von Chevalier und Langlumé, mit Anmerkungen von Mantour und Joumar" (Papst und Kretschmar). Die gemeinschaftliche Arbeit von Alphonse Chevallier (1793-1879) und Pierre Langlumé (1790-1830) wurde in ihrer prämiierten Form unter dem Titel "Mémoire sur l’art du lithographe. Améliorations à y apporter" bei Cosson in Paris im selben Jahr 1828 veröffentlicht. Hier findet sich auch das zutreffende Jahr der Prämiierung durch die Société d’encouragement, nämlich 1828 Nicht 1830, wie Pabst und Kretschmar schreiben).

Unsere "Post-Inkunabel" der Lithographie belegt in den beigegebenen Tafeln die hohen technischen Fähigkeiten des früh verstorbenen Langlumé. Drei architektonische Aufrißzeichnungen und drei paarweise wiedergegebene Landschaftsansichten zeigen jeweils unterschiedliche Zustände der Abzüge vom Stein. Damit wird die große Variabilität eines neuen Säurungsverfahrens und einer "Auslösch-Methode" in der Lithographie, das die beiden Verfasser in ihrem Werk beschreiben, dem Leser nachvollziehbar vor Augen geführt. – Gelockert, eine Tafel gelöst, etw. fleckig, leicht gebräunt. – Wichtiges Zeugnis für die Geschichte der Lithographie in Frankreich.