2197: ÖSTERREICH – WIEN – NAGEL

("Grundriß derkayserlich-königlichen Residenz-Stadt Wien, Ihrer Vorstädte, und der anstoßenden Orte"). Fünf Kupferstiche (von 16) von G. Baumgartner nach J. A. Nagel und J. Neußner, Wien 1881. Ca. 61,5 x 39,5 bis 61,5 x 68 cm. (28)
Schätzpreis: 250,- €
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Ergebnis: 160,- €


Vorhanden sind die Blätter IX, X, XIII, XV und XVI (mit den Stechersignaturen), die allesamt die Außenbezirke zeigen. – In den sechziger Jahren des 18. Jahrhunderts gab es bereits sehr konkrete Überlegungen zur Auflassung der Stadtbefestigung und zur Verbauung des davorliegenden Glacis (ein Vorhaben, das erst fast hundert Jahre später mit dem Ringstraßenbau verwirklicht wurde). Daher hat man 1767 den Hofmathematiker Joseph Anton Nagel (1717-1794) mit der Vermessung Wiens innerhalb des Linienwalls und der Anfertigung eines Grundrißplanes beauftragt. Die tatsächlichen Arbeiten begannen jedoch erst 1770. 1773 war die gesamte Arbeit abgeschlossen, an der auch die Ingenieure Franz Gruß und Joseph Neußner mitwirkten. Ein Plan der Inneren Stadt wurde 1774 im Maßstab 1:296 gedruckt. Aus finanziellen Gründen kam die Drucklegung des von Georg Baumgartner gestochenen gesamten Plans erst 1780/81 zustande, wobei die Darstellung der Festungswerke verändert werden mußte und einige Aktualisierungen vorgenommen werden konnten. – Einrisse und Randläsuren, tls. wasserrandig, fleckig und gebräunt. – Beilage.