2173: ITALIEN – POMPEJI – PIRANESI

"Topografia delle Fabbriche scoperte nella Citta di Pompei". Grundrißplan der Ausgrabungen, rechts mittig zwei kleine Ansichten, links unten Erklärungen (1-47) in zwei Kartuschen, oben Huldigungskartusche. Radierung von F. Piranesi, dat. 1792. 43 x 80 cm (Blattgr.: 61 x 89,5 cm). (172)
Schätzpreis: 600,- €
Ergebnis: 300,- €


Aus einem Tafelwerk. – Thieme/Becker XXVII, 79. Le Blanc III, 207, 7. – Abzug des frühen 19. Jahrhunderts mit der Plattennummer 7, wohl bei Didot in Paris erschienen. – Die Ansichten zeigen "Veduta del Tempio d’Iside" und "Veduta della Porta di detta Citta" (jeweils ca. 11 x 14,5 cm). – Der vorliegende Plan ist die dritte Fassung der 1785 bis 1792 von Francesco Piranesi angefertigten ersten kartographischen Dokumentation der Ausgrabungen in Pompeji. Die Pläne dürfen als Meilenstein der archäologischen Kartographie gewertet werden. Während die ersten beiden Pläne von 1785 und 1788 den Schwerpunkt auf die archäologischen Neuentdeckungen legen, stellt die späte Fassung, die im Vergleich zum Plan von 1788 keine neuen Informationen enthält, eine Huldigung für den frisch gekrönten, noch minderjährigen König Gustav IV. Adolf von Schweden dar. Der Titel "Topografia delle Fabbriche nella Città di Pompeji" wurde aus seiner ursprünglichen zentralen oberen Position auf der Tafel in den unteren Legendenbereich verschoben; auf der Tafel steht stattdessen nun die Dedikation "Alla Maestà di Gustavo Adolfo Ré di Svezia …". – Francesco Piranesi (1756-1810) war der Sohn des berühmten Kupferstechers, Archäologen und Architekten Giovanni Battista Piranesi. – Leichte Knickspuren, breite weiße Ränder leicht fleckig und gebräunt.