20: "GEISTLICHES UHR-WERCK,

Durch Welches die Christ-Catholische Seel zur beständiger Andacht und geistliche(n) Ubungen alltäglich erweckt, und auffgemuntert wird." Deutsche Handschrift auf Papier. Süddeutschland, dat. 1739-40. Ca. 19,5 x 13 cm. Mit 18 Kupfertafeln von M. Engelbrecht, kalligraphiertem Titel und kalligraphierten Überschriften, tls. in Rot. 232 (recte 233) S. Ldr. d. Zt. mit reicher Vg. (leicht beschabt). (4)
Schätzpreis: 600,- €
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Ergebnis: 440,- €


Sorgfältig kalligraphiertes und elegant gebundenes Andachtsbuch, laut Vermerk auf der Titelseite "Zusammen geordnet" 1739 und laut Eintrag am Schluß 1740 beendet. – Der Titel "Geistliches Uhrwerk" ist in der Barockzeit ein beliebter Titel für Andachtsbücher, doch konnten wir unseren Text nicht gedruckt nachweisen. – Enthalten sind Morgengebete, Meßgebete, Buß – und Beichtgebete, Andachten zur Kommunion, Litaneien und Hymnen, ferner Gebete etwa zu den Schutzengeln oder zum Heiligen Nepomuk, "Fünff Seufftzer zu den V Heil(igen) Wunden" und "Gebett vom Leyden Christi", wie sie typisch für die jesuitische Spiritualität sind, die auch auf frühere Mystiker zurückgreift, wovon etwa "XV Andächtige Gebett der H(eiligen) Brigittae vom Leyden Christi" oder Gebete des Hl. Bernhard von Clairvaux zeugen. – Nicht zuletzt die eingebundenen Kupfer aus einer Folge des Augsburger Verlegers Martin Engelbrecht sprechen für eine Entstehung in Süddeutschland. – Gering fleckig, gebräunt.