165: KLEVE – JAGDRECHT – FRIEDRICH WILHELM, Markgraf von Brandenburg (1620-1688).

Mandat (Abschrift der Zeit) über das landesherrliche Jagdrecht in Gebieten bei Kleve und Meinerzhagen. Dat. "Colln ahn der Spree" (Berlin), 26. 3. 1651. Fol. 6 1/2 S. auf 4 nn. Bl. Fadenbindung d. Zt., ohne Einband. (1)
Schätzpreis: 250,- €
regular tax scheme 19% VAT


Beanspruchung des alleinigen Jagdregals durch den Großen Kurfürsten in den Jagdrevieren um Kleve und Meinerzhagen. Trotz Abmahnung durch seine "Bedienten" würden "etliche Herren" in seinen "Jagten und Wildbahnen … jagen und pürschen waß ihnen vorkompt …" Er verlangt urkundliche Nachweise über beanspruchte Jagdrechte und droht denen, die die Nachweise nicht führen können, Strafen in Höhe von 500 Goldgulden an. Diejenigen, die ihr Jagdrecht nicht nachweisen können, sich aber auf "possession und praescription" berufen, werden aufgefordert, ihre Rechte bei der "Clevischen Regierung" in Gegenwart eines Anwaltes des Markgrafen darzulegen. Am Ende ein Regest mit der Zusammenfassung, daß jeder in Kleve sein "jus venandi" vorzubringen habe und Zeugen zu vernehmen seien, wie bereits zu Meinerzhagen geschehen. In diesem Zusammenhang werden auch eine Kommission zu Hemmerde und ein Anwalt namens "Holtzbrinck" erwähnt. – Senkrechter Mittelfalz; gebräunt und etw. fleckig.