1617: BERLIN – SAMMLUNG von drei Werken zum Raub im Berliner Stadtschloß.

Jeweils Berlin, Rüdiger, 1719. 4º. Mod. Heftstreifen. (190)
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I. ACTEN-MÄSSIGE RELATION von denen beyden Schloß-Dieben zu Berlin Valentin Runcken, ehemahligen Castellan, und Daniel Stieffen, gewesenen Hoff-Schlösser. Mit 3 Kupfertafeln [und einer vierten gefalteten, die in II gehört]. 124 S., 2 Bl. – Erste Ausgabe. – VD 18 10232796 (dort mit III). Berlin-Bibl. 672.

II. SCHMID, A., Die erwiesene Göttliche Zorn-Macht, in Offenbahrung und Heimsuchung heimlicher Sünden, Sonderlich: Des entsetzlichen Raubes, auf dem Königl. Preußis. Schlosse zu Berlin, von zweyen frechen und untreuen Bedienten, dem gewesenen Castellan Runcken, und dem Hoff-Schlösser Stieffen. Mit gefalt. Kupfertafel [in I verbunden]. 220 S. – Erste Ausgabe. – VD 18 11597496. Berlin-Bibl. 672.

III. WAHRHAFFTER THEOLOGISCHER BERICHT, von der Bekehrung und Ende des welt-beruffenen Maleficanten Valentin Runcks, gewesenen Castellans auf dem Königlichen Schloß zu Berlin. 4 Bl., 52 S. – VD 18 10232796 (dort mit I). Berlin-Bibl. 672.

Wegen zahlreicher gemeinschaftlich im Berliner Stadtschloß begangener Diebstähle wurden Valentin Runck und Daniel Stieff am 8. Juni 1718 hingerichtet. König Friedrich Wilhelm war so aufgebracht über die Räubereien, daß er diese Schriften zur Abschreckung in Auftrag gab. – Zwei Tafeln zeigen die Hinrichtung der beiden Delinquenten, die beiden anderen Runck und Stieff im Gefängnis. Das Faltkupfer mit dem Zug zur Hinrichtung vor dem Stadtschloß. – Gefalt. Tafel mit Einriß, stärker gebräunt und fleckig.