154: HASE, K. B., Gräzist (1780-1864).

Sechs e. Briefe mit U. Drei davon dat. Paris, 1843, 1853 und 1854, die anderen o. O. und Dat. (wohl Paris, um 1845/55). Zus. ca. 11 S. – Doppelbl., tls. gesiegelt. (21)
Schätzpreis: 180,- €


In gestochen scharfer, kleiner Schrift abgefaßte Schreiben an verschiedene Freunde und Kollegen, denen Hase überwiegend über seine Forschungen und Publikationen berichtet und manchmal auch um Auskünfte und Schriften ansucht, darunter zwei Briefe mit rückseitigen Adressen, gerichtet an den Archäologen Adam Karl Philipp Zell (1793-1873), Professor in Heidelberg, und an Karl Rudolf Fickert (1807-1880), klassischen Philologen. – Karl Benedikt Hase, einer der besten Kenner des Griechischen und der Paläographie seiner Zeit, hielt sich bereits seit etwa 1801 in Paris auf. Zur Zeit der vorliegenden Briefe war er Präsident der 1843 vom Minister Villemain eingesetzten Kommission für die Veröffentlichung eines Corpus der lateinischen Inschriften und, von 1842 bis 1852, Mitglied der wissenschaftlichen Kommission für Algerien, die die lateinischen Inschriften des Landes veröffentlichen sollte. Ab 1852 hatte Hase den Lehrstuhl für vergleichende Grammatik inne, der für ihn an der Universität Paris geschaffen worden war. – Ein Brief mit rechteckigem Ausschnitt (kein Textverlust), rückseitig tls. mit Poststempeln, einzelne Briefe etw. gebräunt.

DAZU: SUSEMIHL, F., Philologe (1826-1901). E. Brief mit U. Dat. Greifswald, 17. 1. 1874. 22,2 x 14,3 cm. 1 1/4 S. – Doppelblatt. – An einen "geehrten Herrn", wohl einen Kollegen oder einen Bibliothekar, den er bittet, für ihn notwendige Recherchearbeiten zu erledigen.

FORCHHAMMER, P. W., Philologe und Archäologe (1801-1894). E. Brief mit U. Dat. Kiel, 11. 3. 1841. Eine Seite. – Doppelblatt. – An einen "verehrten Herrn Professor" aus Leipzig, den er längere Zeit nicht besuchen konnte und ihm daher einige seiner neueren Publikationen zusendet.

SPENGEL, L. VON, Philologe (1803-1880). E. Brief mit U. Dat. München, 9. 7. 1852. 4º. 1 1/2 Seiten. – Doppelblatt. – An einen "verehrten Herrn Collegen". Bedankt sich für die Zusendung von "Creuzers Münze", die "hier versilbert zurück" folge.

GÖRLITZ, J. CH., Philologe und Theologe (1798-1852). E. Brief mit U. Dat. Wittenberg, 27. 12. (18)26. 4º. 1 1/2 S. – Doppelblatt mit rückseit. Adresse und Siegel. – An den Althistoriker und Professor in Leipzig, Wilhelm Wachsmuth (1784-1866).

HERMANN, G., klassischer Philologe (1742-1848). E. Brief mit U. Dat. Leipzig, 13. 9. 1847. Halbe Seite. – Mitteilung, daß er eine Ausgabe von Hesiods Theogonie noch behalten werde, da er nicht zu den geplanten Studien gekommen sei.