130: WIRT, W.,

Dialogus apologeticus Wiga(n)di Wirt sacre theologie professoris co(n)tra Wesalianicam p(er)fidiam atque divi Ordinis Fratru(m) Predicatorum persecutores. (Oppenheim, Koebel, um 1504). 4º. Mit vielen Initialen in Holzschnitt. 4, XL Bl. Spät. Pp. (mit Knickspuren und etw. fleckig). (113)
Schätzpreis: 600,- €
Ergebnis: 300,- €


VD 16 W 3618. STC 920. GW M 51749. BSB W-90.050. Roth, Oppenheim, 24, 2. – Nicht bei Adams. – Seltener Druck aus der seit 1499 tätigen ersten Oppenheimer Offizin. – Der Frankfurter Dominikaner Wigand Wirt (1460-1519) spielte eine wichtige Rolle in der Kontroverse zwischen Franziskaner – und Dominikanerorden über die Immaculata conceptio (vgl. unsere Losnummern 1 und 2). – "Der Titel der Schrift ist daher genommen, daß Wirt seine Gegner als Anhänger des 1479 zu Mainz als Häretiker verurtheilten Johann Ruchrath von Wesel hinstellt … Neben Hensel werden auch alle anderen Gegner Wirt’s in dieser vom Geiste leidenschaftlicher Polemik eingegebenen Schrift behandelt und zum Theil mit den heftigsten persönlichen Injurien bedacht, besonders Sebastian Brant und der Franciscaner Johannes Spengler, daneben auch Thomas Wolf, Trebellius, nebenbei auch Jakob Wimpheling. Von der Veröffentlichung dieser Schrift erlebte Wirt nicht viele Freude. Im Sommer 1506 wurde dieselbe im Bisthum Mainz verboten" (ADB XLIII, 524). – Block angebrochen, fliegender Vorsatz mit Notaten, das letzte Bl. oben mit kleinem Einriß, stellenw. etw. wasserrandig, fleckig und leicht gebräunt.