1249: POLEN – DANZIG – HUFELAND, G.,

Erinnerungen aus meinem Aufenthalt in Danzig in den Jahren 1808 bis 1812. Neue Beyträge zur Zeitgeschichte zugleich auch zur reinen Aufklärung mancher Vorgänge für meine Landsleute. Königsberg, Nicolovius, 1815. Mit gefalt. Tabelle zur S. 102. XII, 158 S., 1 Bl. Pp. d. Zt. (leicht beschabt, Ecken etw. bestoßen). (37)
Schätzpreis: 600,- €


Einzige Ausgabe. – Hamberger/Meusel XXII/2, 872. – Rechenschaftsbericht des Rechtsgelehrten Gottlieb Hufeland (1760-1817) über sein Wirken als Bürgermeister von Danzig in den Jahren 1808-12. Danzig war damals eine von Napoleon eingerichtete Republik, litt unter den französischen Einquartierungen und war zu Kontributionen verpflichtet; das machte das Bürgermeisteramt zu einer schwierigen Aufgabe, die Hufeland jedoch zum Wohle der Stadt fünf Jahre lang meisterte. – Spiegel mit Spuren eines entfernten Exlibris, S. 61/62 mit kleinem Durchriß, S. 121-135 mit Druckstellen und geringen Einrissen (alles ohne Textverlust), geringfügig fleckig und ein wenig gebräunt.

NACHGEB.: DERS., Nachtrag zu den Erinnerungen aus meinem Aufenthalt in Danzig. Auf Veranlassung der Geschichte der siebenjährigen Leiden Danzigs, von Herrn Diaconus und Professor Blech. Ebda. 1815. 52 S. – Einzige Ausgabe. – Kayser III, 208 (reproduziert im GV LXV, 204). – Nicht bei Hamberger/Meusel. – Der Prediger, Historiker und Dramatiker Abraham Friedrich Blech (1762-1830) hat über die Jahre von Danzig als Republik (1807-14) eine zweibändige Geschichte der siebenjährigen Leiden Danzigs vorgelegt, in der er eine Reihe von Beschuldigungen hinsichtlich geschäftlicher Vernachlässigung und finanzieller Bereicherung Hufelands während dessen Zeit als Bürgermeister vorbringt. Hufeland zitiert diese Passagen in seinem Nachtrag und stellt sie richtig. – S. 35/36 mit kleinem Eckabriß (ohne Textberührung), ansonsten wie das Hauptwerk leicht fleckig und gebräunt. – Beide Werke sind im Handel sehr selten und bilden zusammen eine wertvolle Quelle für die Geschichte der kurzlebigen Republik Danzig.