116: HEIDECK, C. W. VON,

Maler (1788-1861). E. Brief mit e. U. Dat. München, 12. 1. 1844. 21,5 x 16,8 cm. 3 S. – Doppelblatt. – Rückseitig mit e. Adresse und etw. läd. Siegel. (9)
Schätzpreis: 200,- €
Ergebnis: 400,- €


An Christine Stampe (1797-1868), Freundin und Mäzenin von Berthel Thorvaldsen: "Meine liebe gnädige Frau – Es hat mich sehr erfreut, daß mein Bild unsrem Freund Thorwaldsen Vergnügen gemacht hat; nicht weniger war es mir erfreulich zu vernehmen, daß er mir ein Basrelief in Marmor verfertigen will u(nd) ich möchte ohne Bedenken die schöne Graziengruppe von welcher Sie die Güte hatten die Zeichnung Ihrem liebenswürdigen Briefe beyzulegen – da ich glaube, daß, als Gegenstück zu Perseus und Andromeda, dieser Grazien Chorus sich besser eignet, als das allegorische Basrelief, so wunderschön auch dasselbe komponiert ist – Ich freue mich, wie ein Kind auf dieses Grazien-Meisterstück u(nd) hoffe, daß ich im künftigen Herbste meinen Salon damit werde schmücken können." – Weiter bittet Heideck um besondere Sorgfalt beim Packen und berichtet, daß er bereits acht Wochen krank sei und "vielleicht erst in einem Monat" wieder ausgehen könne. – Etw. fleckig.

Beiliegt ein weiterer eigenhändiger Brief von Heideck mit eigenhändiger Unterschrift (eine Seite) an einen Freund; ferner eine Radierung (Darstellungsgr.: ca. 11 x 16 cm), in der Platte signiert.