1106: (MEDERITSCH), J. (G. A.), UND P. (VON) WINTER,

Die Piramiden von Babilon. Eine große heroisch-komische Oper; Fortsetzung der Zauberflöte. In Musik gesezt der erste Aufzug von Johann Gallus, der zweite Aufzug von Peter Winter. Im Clavierauszuge. Braunschweig, Musikalisches Magazin auf der Höhe, o. J. (Plattennr. 211; 1798). Qu.-Fol. 59 S. (Titel [in der Paginierung] und Notentext, alles gestochen). Ohne Einband. (47)
Schätzpreis: 200,- €
Ergebnis: 750,- €

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Verschollener Druck aus der Zauberflöten-Nachfolge, weder im RISM noch über den KVK nachweisbar, jedoch erwähnt in Gerbers Lexikon der Tonkünstler (Bd. III, 1813, Sp. 378, nennt mehrere Drucke des Jahres 1798 und merkt an: "Desgleichen auch Braunschweig"). – Wahrscheinlich der ersten Ausgabe des Klavierauszugs folgend, die von Johann Henneberg angefertigt wurde und beim Verfasser des Librettos, Emanuel Schickaneder, 1797 in Wien erschienen ist (RISM A/I, M 1705 und W 1289). – Peter von Winter versuchte mit seinen Opern "Das Labyrinth" und "Die Pyramiden von Babylon", diese unter Beteiligung von Johann Georg Anton Mederitsch (genannt Gallus-Mederitsch; 1752-1835), an den Erfolg von Mozarts "Zauberflöte" anzuknüpfen, was aber kaum gelingen konnte. Daran änderte auch die Betitelung "Fortsetzung der Zauberflöte" letztlich wenig. Die vielen Ausgaben von Klavierauszügen zeigen aber an, daß diese Opern zumindest kurzzeitig eine gewisse Popularität genossen. – Etw. gebräunt und fleckig, unbeschnitten.