107: EXLIBRIS – SCHRAMM – SAMMLUNG

33 Briefe und 5 Brief – und Postkarten an den Buchwissenschaftler Albert Schramm. 14. 7. 1915 – 1. 9. 1936. Verschied. Formate. (10)
Schätzpreis: 500,- €
Ergebnis: 750,- €


Albert Schramm (1880-1937), allen historisch interessierten Bücherfreunden bekannt mindestens durch das Monumentalwerk "Der Bilderschmuck der Frühdrucke", das er bis Band 20 betreute, promoviert in evangelischer Theologie, geprüfter Stenographielehrer, ambitionierter Esperantist, wirkte von 1913 bis 1928 als Direktor des Deutschen Schrift – und des Buchgewerbemuseums (seit 1918 vereint unter dem Namen Deutsches Museum für Buch und Schrift) in Leipzig, 1929 übernahm er die Leitung der von ihm maßgeblich angeregten dortigen Bibliothekarschule. – Von den insgesamt 38 vorliegenden Schriftstücken stammen 2 aus dem Jahr 1915, 20 aus dem Jahr 1924, je ein Brief ist von 1925 und 1935, 14 Schriftstücke stammen aus dem Jahr 1936. Die Mehrheit der Schriftstücke von 1924 enthält Antworten von Exlibriskünstlern, die Schramm schriftlich gebeten hatte, ihm die genaue Anschrift, den Geburtstag und die berufliche Stellung mitzuteilen und dann speziell über das Exlibrisschaffen Auskunft zu geben, alles Informationen, die Schramm für das von ihm konzipierte Taschenbuch für Exlibris-Sammler benötigte. Der zweite größere Komplex besteht aus den Schriftstücken von 1936, als Schramm eine Exlibris-Ausstellung vorbereitete und dafür von Exlibriskünstlern Ausstellungsstücke erbat. Die restlichen Briefe oder Karten sind ebenfalls meist Mitteilungen, die im Zusammenhang mit Bucheignerzeichen stehen.

Vorhanden sind Schriftstücke vom Maler, Zeichner und Exlibriskünstler Ottohans Beier (1892-1979), vom Maler und Graphiker Paul Boesch (1889-1969), vom Schweizer Künstler Jacob Carl Buser-Kobler (1884-1945), vom Maler, Graphiker und Zeichner Johann Vincenz Cissarz (1873-1942), von der Schriftstellerin Margarete Driesch (1874-1946), vom Graphiker, Maler und Zeichner Erich Feyerabend (1889-1945), vom Maler und Graphiker Georg Gelbke (1882-1947), vom Künstler und Schriftsteller Thomas Theodor Heine (1867-1948), von der Malerin Paula Henneberg (geboren 1878, zuletzt erwähnt 1955), vom Maler und Graphiker Eugen Ludwig Hoess (1866-1955), vom Maler, Graphiker und Gestalter Ludwig von Hofmann (1861-1945), vom Künstler Karl Johne (1887-1959), vom Zeichner und Maler Heinrich Kley (1863-1945), von Adolf Kunst (geboren 1882, gestorben 1932 oder 1937), Professor an der Münchner Baufachschule, vom Architekten Otho Orlando Kurz (1881-1933), von Giovanni Mercati (1866-1957), Gelehrtem, Kurienkardinal und Bibliothekar und Archivar an der Biblioteca Apostolica Vaticana, vom Architekten und Gebrauchsgraphiker Rudolf Nieß (1903-1982), vom Physiologen Osvaldo Polimanti (1869-1947), vom Illustrator und Graphiker Emil Preetorius (1883-1973), vom Maler und Schriftkünstler Richard Preusse (1888-1971), vom Graphiker und Puppenspieler Ivo Puhonny (1876-1940), vom Graphiker und Heraldiker Lorenz Max Rheude (1863-1939), vom Künstler Fritz Richter (1904-1981), vom Maler, Radierer und Exlibriskünstler Arthur Riedel (1888-1953), vom Maler und Graphiker Gustav Schaffer (1881-1937), vom Bildhauer und Graphiker Erich Sperling (1904-1944), von den Malern und Graphikern Leo Tilgner (1892-1971) und Georg Tyroller (1897-1945) sowie vom Zeichner und Exlibriskünstler Eduard Wengert (1875-1962).

Die Schriftstücke sind überwiegend handschriftlich abgefaßt und alle signiert. Umschläge liegen nicht vor. Schreiben in größeren Formaten mit Faltspuren, ansonsten mit meist nur leichteren Altersspuren. Zum Teil mit Unterstreichungen in Rotstift von der Hand Schramms, auf wenigen Stücken auch stenographische Notizen zur Beantwortung der Schreiben ebenfalls von Schramm selbst, der sich seit seinem zwölften Lebensjahr intensiv mit der Kurzschrift befaßt hat. – Beiliegen 4 Exlibris (2 von Kurz entworfene, 2 für Polimanti geschaffene) und ein Exemplar vom Taschenbuch für Exlibris-Sammler (das über diesen ersten, 1924 erschienenen Jahrgang nicht hinauskam).