1042: KLAVIERMUSIK DES MITTLEREN 19. JAHRHUNDERTS –

Sammelband mit 18 Werken u. a. von Beethoven, Chopin und Schumann, darunter vielen Drucke aus St. Petersburg. 4º. Hldr. d Zt. mit goldgepr. Supralibros einer Krone über dem Buchstaben M auf dem Vorderdeckel (etw. beschabt und bestoßen). (28)
Schätzpreis: 400,- €
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Aus dem Besitz der Familie Leuchtenberg in St. Petersburg stammend, enthält dieser Sammelband eine ganze Reihe von dort entstandenen Notenausgaben. Besonders interessant ist darunter ein Druck von Beethovens "Sonate pathétique", bei Theodor Stellowsky in St. Petersburg erschienen (der Titel der gesamten Ausgabe ist mit eingebunden; Plattennummer 2741). Dieser Druck entzieht sich völlig der Nachweisbarkeit. Ganz offensichtlich handelt es sich dabei um einen Nachdruck der bei Cranz in Hamburg erschienenen Ausgabe, die 22 Sonaten umfaßt (die Stellowsky-Ausgabe lediglich 19), mit einem ganz ähnlich gestalteten Titelbild. Die Besonderheit dieser "nouvelle édition très correcte" (so auf beiden Titeln) ist die Metronomisierung durch Ignaz Moscheles, die schon bald nach Beethovens Tod erfolgt ist und so eine wertvolle Quelle für die zeitgenössische Wahl der Tempi abgibt. Von der Cranz-Ausgabe sind hier ebenso zwei unterschiedliche Titelblätter (einmal mit 21, einmal mit 22 angeführten Sonaten) eingebunden, zugehörig zu den vorhandenen Drucken der Sonaten Opus 49, Nr. 1, und Opus 31, Nr. 2.

Außerdem vorhanden drei Drucke mit Werken von Frédéric Chopin: Die "Etude favorite de F. Liszt" (aus: "Compositions pour le piano par Frédéric Chopin", St. Petersburg, Bernard), das "Nocturne", Op. 9, Nr. 2 (aus: "Petites fleurs de Salon", St. Petersburg, C. F. Holtz) und das "Scherzo", Op. 31 (bei Brandus in Paris und St. Petersburg). Ferner eingebunden das erste Heft der "Phantasiestücke" Opus 12 von Robert Schumann (Leipzig, Breitkopf und Härtel) sowie Werke von Joseph Ascher, Charles Samuel Bovy-Lysberg, Alexandre Goria, Adolph von Henselt, Henri Herz, L. de Meyer, Joseph Rummel und Jules Schulhoff, darunter mehrere Paraphrasen und Bearbeitungen über Verdis Maskenball. – Titel tls. gestempelt; leicht fleckig und gebräunt. – Aus dem Besitz und mit dem Supralibros von Maria Maximilianowa de Leuchtenberg (1841-1914), der zweiten Tochter von Maximilian de Beauharnais und dessen Frau, der Zarentochter Maria Nikolajewna Romanowa.