1032: CONSTITUTIO CRIMINALIS THERESIANA

oder der Mariä Theresiä peinliche Gerichtsordnung. Wien, Trattner, 1769. Fol. Mit 27 tls. ganzseit. Textkupfern und 3 gefalt. Tafeln (in der Paginierung). 8 Bl., 282, LVI, 20, 10 S. Restauriertes Ldr. d. Zt. (69)
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Kaspers 134. Giese 957. Stubenrauch 651. Hiler 182. Lipperheide Pi 7 (16 Kupfer). – Die letzte in Österreich erschienene Strafrechtsverordnung mit Anwendung der Folter. Mit den separat gedruckten und äußerst seltenen Anhängen "Geheime Anmerkungen" und "Instruction für alle Criminal-Richter", die einzig dem richterlichen Amtsgebrauch vorbehalten waren und deren Nachdruck streng verboten war. – "Die Verbreitung des ominösen Werks wurde von der Regierung verhindert und dasselbe gleich nach Erscheinen unterdrückt" (Hayn/Gotendorf V, 451). – Die Kupfer zeigen ausschließlich Folterszenen und – werkzeuge, wie Bein – und Daumenschrauben und Streckmaschinen. – Eine gefaltete Tafel nur noch rudimentär vorhanden, die anderen Tafeln mit hinterlegten Einrissen. – Fliegender Vorsatz fehlt, Spiegel mit Besitzvermerken von alter Hand, die ersten Lagen wurmspurig (tls. mit Buchstabenverlust), stark gebräunt und etw. fleckig.

NACHGEB.: 18 Beschlüsse zum Kriminalrecht unter Maria Theresia, allesamt in Graz beschlossen in den Jahren 1770-79. – Im Format etw. kleiner als die Gerichtsordnung. – Tls. mit Annotationen von alter Hand und etw. gebräunt.

Last decree of criminal law published in Austria allowing torture. – One folded plate only existing in rudimentary form, the other plates with backed tears. – Fly-leaf missing, paste-down with ownership entries by contemporary hand, first quires with worm traces (partly with loss of letters), heavily browned and a little soiled. – Contemporary restored calf.